Tag: vodafone

wir sind dann wir, an diesem tag.

Zu Recht ist die Aufmerksamkeit für die Vodafail-Werbung (oder zumindest das, was ich so mitbekomme in der Blogosphäre) verklungen, was sie leider nicht davon abhält, mir per heavy rotation weiter auf den Keks zu gehen.

Nach gefühlten 47 Wochen versteh ich sie noch immer nicht so wirklich (was bei Werbung nicht zwingend verwunderlich ist, aber hier kann ich auch das Konzept dahinter schwerlich erahnen) und verspüre keinen Drang, meinen T-Mobile-Vertrag zugunsten eines Vodafone-Abos aufzukündigen, um dann endlich mal einmal ‘ne Heldin zu sein. Und dann auch nur für einen Tag? Pfff.

Da kommt er auch schon, der Auslöser für dieses kleine Posting am Rande: Das erschließt sich mir alles nicht — ich werde zur Heldin durchs Posten im Blog, bei Facebook oder sonstwo von meinem iPhone vom Vodafone-Apparillo aus? Weil das sonst keiner kann? Also das konnte doch schon mein altes SonyEricsson von vor vier Jahren … The medium is the message, ist es das?

Der dickste Nervfaktor der ganzen Kampagne ist neben anderen Komponenten ist im ganz sinnlichen Sinne die akustische Ausstattung des Spots. Ist das der Sänger von Apocalyptica oder wie oder wer oder was, der da so furchterregend schräpt? Gibt es bei denen in Norwegen Schweden Finnland Skandinavien überhaupt Vodafone?

Und vor allem: Wer bitte sind denn sie?

Ich, ich bin dann König

Und du, du Königin

Obwohl sie unschlagbar scheinen

Werden wir Helden für einen Tag

Wir sind dann wir, an diesem Tag

Da gestehe ich dem bowieschen Original selbstredend ungleich mehr lyrische Freiheit zu, denn hier geht’s schließlich um Liebe, n’est-ce pas? Read more »

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generation leberwurst oder die lobotomie der marke vodafone.

http://m.vodafone.de/pk/Ich bin reingerutscht in die Pressekonferenz von Vodafone zur neuen Kampagne im Brandirgendwastruck (Steve-Jobs-PK-Faszination ganz dick unterboten) und jetzt kann ich nicht umhin …

Wenn geschätzte Kolleginnen positive Einschätzungen zu Herrn Lobos Beteiligung an der Kampagne bloggen und sich – zu Recht – gegen die persönlichen* Angriffe aussprechen, die unter seine Gürtellinie gingen, dann will man doch mal sehen, ob man nicht was übersehen hat oder doch nicht richtig verstanden.

Also schau ich mir die Quelle an, die Präsentation, in der das Konzept verkauft wird. Mit Scholz & Friends hat Vodafone da ja auch nicht irgendwen rangelassen. Also, mal gucken, wo da das “beef” ist, vielleicht war ja nur die Umsetzung so bescheiden und die Strategie dahinter ist der Hammer?

Mitnichten. Während der Kampagne Momentum, kognitive Dissonanz, überraschender Twist und intelligente Hintergründigkeit oder gar Selbstironie fehlen, findet sich jede Menge Widersprüchliches, Offensichtliches und konstruiert Verdrehtes schon gleich in der Aussage von Herrn Gründgens, seines Zeichens Director Brand & Marketing Communications Vodafone Deutschland GmbH:

“Unsere Zielgruppe, die Generation Upload, dazu hatte Fritz [F.M. Schmidt, CEO von Scholz & Friends, Anm. von mir] ja schon kurz gesprochen, der erste Gedanke, der dann schnell kommt, ist, aha, da geht’s also um die Leute, die tatsächlich was uploaden – und das ist nicht der Fall. Sondern wir sagen, die Generation Upload, die qualifiziert sich erstmal durch nen bestimmten Umstand, nämlich dass sie irgendwie ne technische Kompetenz hat, dass sie vernetzt ist, dass sie irgendwie hochviral ist und Meinungsführer ist.”

Meine Schwester erklärte sich daraufhin (als Vegetarierin) spontan zur Generation Leberwurst.

http://m.vodafone.de/pk/

Man beachte aber irgendwie auch das irgendwie. Da hat jemand den Spirit von Social Media irgendwas ganz tief inhaliert, das ist authentisch, das wird gelebt. Ähem. So hat man bei Vodafone jetzt auch ein “Blog, das wir nochmal aufgesetzt haben, letzte Woche …”, wie Herr Gründgens, Director Brand & Marketing Communications Vodafone Deutschland GmbH, berichtet. Und er erzählt noch mehr: Read more »

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