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Zeiger-Buffet encore une fois.

zeigen sie uns doch mal unsere zutaten

zeigen sie uns doch mal unser sortiment

Das Zeigerbuffet ist schon eine spezielle Sache und verdient noch einen eigenen Eintrag, find ich.

Das ist nämlich eine echt neue Sache.

Es gibt hier

„mehr als 40 Fertig-Gerichte zur Auswahl“.

Man muss also seine Tiefkühlkost nicht mehr allein daheim zu sich nehmen – ist doch toll!

Und wie’s geh? Ganz einfach:

„Zeigen Sie uns das gesamte Sortiment des Hauses, wir bereiten es frisch für Sie (gegen kleiner Aufpreis)“

Alles klar? Hier auch nicht. Ich fürchte, ich muss mir das mal anschauen.

ein madenhacker hackt dem anderen keinen hacken ab.

Nicht nur, weil ich heute beruflich mit Madenhackern zu tun hatte, auch weil mir das Phänomen heute irgendwo bei Twitter begegnet ist, will ich es ansprechen: das inflationäre Hacken.

Ständig wird irgendwo nachgehackt, hinterhergehackt, etwas abgehackt, ein Hacken an irgendwas gemacht – das muss aufhören!

karton für 61 euro.

Die Macht der Sprache zeigt sich mal wieder von seiner blödesten Seite. Ich bin grad bei einer Konsumrecherche über eine Auktion mit dem Titel „Nintendo Wii Fit Balance Board ORIGINAL VERPACKUNG“ gestolpert. Da könnte man meinen, es ginge um ein Wii Balanceboard und Wii fit Software – und dann kriegen die eifrigen Bieter hinterher nur einen leeren Karton …

(Nein, ich hab nicht mitgeboten und ich verkaufe jetzt auch keine Orginalkartons von Hauselektronik.)

schluss mit schlechten texten – sofort!

Uns begegnen täglich Unmengen von Text und kein geringer Anteil der Texte, die man lesen möchte oder gar muss, macht bei der Lektüre wenig Freude. Das muss doch nicht sein! Der Textguerilla-Blog macht Front und leistet Widerstand gegen schwindende Textqualität – dass er das auf unterhaltsame, tagesaktuelle und relevante Art tut, spricht für ihn. Und auch für Profitext. Denn Texte müssen nicht schlecht sein, öd, langatmig, orthografisch falsch oder redundant.

Schluss mit schlechten Texten macht da jetzt auch eine konkrete Petition – sich für guten Text auszusprechen, ist doch wohl selbstverständlich, oder? :-)

via Susis Textblog

das ironiezeichen. und das liebeszeichen auch.

Wikipedia weiß:

„Das Ironiezeichen ist ein vorgeschlagenes, aber kaum verwendetes Satzzeichen, mit dem die ironische Bedeutung eines Satzes oder Satzteiles hervorgehoben werden kann. Es wird meist durch ein spiegelverkehrtes Fragezeichen dargestellt.

[…]

Die Verwendung von Ironiezeichen entzieht dem Ironischen die Ironie, die ja gerade darin liegt, das Gegenteil von dem zu meinen, das man schreibt. Durch die Verwendung eines Ironiezeichens wird die Intention des Schreibers aber ganz klar.

Das Ironiezeichen wurde Ende des 19. Jahrhunderts von dem französischen Dichter Alcanter de Brahm alias Marcel Bernhardt vorgeschlagen[1]. Dieser Vorschlag wurde erst etwa siebzig Jahre später im Jahre 1966 von Hervé Bazin in seinem Buch Plumons l’oiseau (dt.: Rupfen wir den Vogel) wieder aufgegriffen, in dem der Autor auch etliche andere neue Interpunktionszeichen verwendet wie beispielsweise Zeichen für Zweifel (), Sicherheit (), Zustimmung (), Autorität (), Entrüstung () und Liebe ().[2] Weiterlesen

pub, portabel.

schöne sachen will man einfach immer dabei haben, weil man sie mag und weil es prima praktisch ist:
ein tolles auto, ne schicke tasche, kaugummis, tempotaschentücher. (das iphone natürlich auch.)
aber wer hat schon ne kneipe im kofferraum?


pub_inflatable

folgende aufblasbare seite dazu liefert weitere infos und vor allem einen amüsanten beweis, dass wir texter und übersetzer noch so viel zu tun haben … *winkmitdemzaunpfahl*
jedenfalls ist schon die übersetzung „publikation“ von „pub“ schon recht irritierend:

Die Produkteinführung der Weltzuerst völlig arbeitenden beweglichen traditionellen aufblasbaren Publikation welches 2005 stattfindet.

‚ die Publikation, die Plätze erreicht, diese andere Publikationen kann nicht erreichen.‘

Wir haben das Design von einem traditionellen Englischpublikation Schauplatz genommen,

Aber eine breite Strecke der Designs sind vorhanden.

Völlig arbeiten Allzweck, gehen überall und werden kaltes Bier, in jedem möglichem Bestimmungsort um die Welt gedient.

‚ der Strand, Garten oder der lokale sporting Fall oder das Festival.‘

Wir stoßen unser neues Produkt, 2005 während des allerersten Males aus. Zu einer Anzahl von Ländern um die Welt. Weiterlesen

man lernt nie aus. ein manifest.

ich geb’s zu, bisher kannte ich eher das blue train manifesto (was war das noch gleich? aber ich glaube, ich erkenne eins, wenn ich eins sehe, immerhin) und in der form war mir das cluetrain manifest gänzlich neu. ebenso in seiner originalfassung. aber das, was es so sagt und fordert, propagiere ich auch, zum beispiel auf meiner homepage.

unter anderem geht es um die kommunikation von mensch zu mensch – das hat weitere konsequenzen für gute werbetexte, als man spontan meinen könnte.

Diese Märkte sind Gespräche. Ihre Mitglieder kommunizieren in einer Sprache, die natürlich, offen, ehrlich, direkt, witzig und häufig schockierend ist. Ob Erklärung, Beschwerde, Spaß oder Ernst, die Stimme des Menschen ist unverkennbar echt. Sie kann nicht gefälscht werden.

Im Gegensatz dazu wissen die meisten Firmen nur mit einer gekünstelten, humorlosen und monotonen Stimme von ihren Marketing-Broschüren und „Ihr Anruf ist uns wichtig“ Sprüchen zu erzählen. Der selbe alte Klang, die selben alten Lügen. Kein Wunder, dass die vernetzten Märkte keinen Respekt vor Firmen haben, die unfähig oder unwillig sind so zu sprechen wie sie.

da kann man noch konsequenter sein, als ich es derzeit bin, aber ich bin auf einem guten weg, glaub ich.

ganz großes tennis: meine habseligkeiten.

ich hab’s ja gewusst.

Buergelmaschine sagt:

habseligkeiten

Im Rahmen von Performances beginnt noch unbekannt, Opferrituale in einer säkularisierten Gesellschaft zu beschönigen und die Bildungsinsel als allegorische und anagogische Zeichendimension jenseits rationalen Verstehens verständlich zu machen. Konzeptuelles Arsenal der an Martin Heideggers Programm der Destruktion der Metaphysik anschließenden Arbeit „habseligkeiten“ ist der Rätselcharakter der Kunst. Weiterlesen