Das 1. Twitteratürchen im Adventsquiz der Protextbewegung hat sich geöffnet. Ab heute gibt’s da jeden Tag schöne Gewinne für diejenigen Glückshasen, die rausfinden, welche literarische Figur da twittert.
Tag: Protextbewegung
ich rätsle mir hier nen wolf …
und komm weder auf das kölsche Bierbehältnis noch aufs Online-Zeitschriften-Portal. Aber das is auch nicht so schlimm, denn als Protextlerin will ich ja auch gar nicht selber teilnehmen beim aktuellen Protext-Gewinnrätsel, ersonnen vom Oberrätselfuchs Biggi (der ich mich hiermit vorerst geschlagen gebe ;-)). Und das unverzichtbare Kompendium für Freie, den Treffpunkt Text: Das Handbuch für Freie in Medienberufen, hab ich auch schon lange. Wobei der gerade bei meiner Schwester weilt, denn einen Treffpunkt Design gibt’s einfach noch nicht – in der Form.
das wannabe-pronomen.
Immer mal wieder kreuzt es meinen Weg, das Erkennungszeichen überambitionierter Hobbytexter. Es ist unauffällig und doch sperrig, kommt palim-palim daher wie ein einfaches, nützliches kleines Pronomen und schreckt mich doch bei jeder Begegnung auf, als trüge es ein blinkendes Blaulicht auf dem Kopf. Es ist so einfach vermeidbar, so unschön und es verrät so viel. Ja, da bin ich arrogant – ich werte es als Zeichen mangelnden sprachlichen Selbstbewusstseins, das unbemüht und distinguiert daherschlendern soll, auf mich aber einen ganz einen anderen Eindruck macht. Den mangelnden kulturellen Kapitals, einen hölzernen, ungelenken, überambitionierten, ganz danebenen. Warum um Himmels Willen kann man nicht einfach die wunderschönen, schon in der Sesamstraße zu Recht gefeierten „der, die, das” benutzen? Ausdrücke mit gleichem Bedeutungsumfang und unprätentiöser Lässigkeit? Warum muss es denn unbedingt „Bezogen auf das Internet sind Texte gemeint, welche im Internet mehrmals vorkommen” heißen?! Aber: Wenn jeder schreiben könnte, das wär ja auch nix. ;-) Also: Lasst Profis ran.
whenbaddesignhappenstogoodpeople.
Wasser auf meine Mühlen, wenn ich lese:
“We’re on a mission to save good people from bad websites.”
Und ich mag ja sprechende URLs: www.whenbadwebsiteshappentogoodpeople.com. Bin gespannt, wie’s da weitergeht.
Übrigens weitergeleitet von www.doineedaflashintro.com via Schwesterherz deadseriousdesign. Wie gut, dass ich ne Flash-Seite hab – mit HTML-Intro . :-)
wir protextieren – die initiative für bessere texte setzt sich in bewegung.
Es gibt gute Texte und es gibt schlechte, einladende und quälende. Es gibt lustige Fehler, menschliche und peinliche. Wer einen guten Profi engagiert, darf sich auf gute, richtige und lebendige Texte freuen, die nicht nur den Selbstzweck der netten Lesbarkeit erfüllen, sondern auch dem Image, den Sympathiewerten und dem Umsatz gut tun. :-)
In diesem Sinne marschiert die Protextbewegung los: mit einer nigelnagelneuen Website.
Textguerilla, das Blog zur Bewegung für mehr Textqualität ist schon eine ganze Weile online und erfreut sich nicht nur immer neuen Gastautoren der schreibenden Zunft, sondern auch über reges Interesse.
Wir und wir haben als Initatoren, Konzeptioner, Umsetzer, Diskutierer, Schreiber, Fotografierer, Designer, Webdesigner, Webmurkser und Dranbleiber die ersten Schritte der Protextbewegung gewagt, den Grundstein gelegt. Jetzt sind wir sehr gespannt, wie vielen Mitstreitern wir mit unserem Projekt aus der Seele sprechen und wie vielen Besuchern wir noch neue Impulse dazu geben können, warum es sich lohnt, professionelle Texter an ihr Werk zu lassen und die auch anständig zu honorieren. ;-)

Dabei sind Mitstreiter natürlich gern gesehen – ein warmes Plätzchen mit Link in der Unterstützerliste ist ebenso frei wie die Möglichkeit, auch aktiv mitzuarbeiten.
Die Website ist aber natürlich nicht nur Heim von Forderungen und Kampfparolen – au contraire! :-)
Es gibt ein farbenfrohes Magazin, knackige Interviews mit prominenten Sprachbenutzern, amüsante Fundstücke, Tipps vom Profi, tolle Gewinnspiele und einen wahrlich sehenswerten, ausführlichen Überblick (fast) aller Berufsprofile aus dem Textbereich (danke, Heike!). Wer noch nicht weiß, ob er mal E-Learning-Autor oder doch lieber Investor-Relations-Texter werden will, wenn er groß ist, ist hier an der richtigen Webadresse.
Natürlich sind auch die Themen angemessene Honorierung, Urheberrecht und Co. ihren Platz in der Protextbewegung. Hab ich noch was vergessen? Ganz bestimmt. Da müsst ihr halt mal selber gucken gehen.
protext und txthype: umfragen über umfragen.
Sie sind nicht nur perfekt als kleine Übersprungshandlung zwischendurch, sondern auch unabdingbar für neue Erkenntnisgewinne: Umfragen und Studien. Hier hab ich zwei besonders hübsche, wichtige und längenmäßig überschaubare Exemplare für das Mittagspäuschen:
Göran Hielscher, ein alter Bekannter meiner Schwester, seines Zeichens Mediengestalter und Student des Studiengangs Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikationan der HdK Berlin, ermittelt Meinungen und Interessenslagen zu Fragen der Sprachkultur – auch im Hinblick auf den Launch eines Magazins für Sprachkultur …
Protextbewegung, die bald kommende Mutterseite zum Textguerilla-Blog, fragt nach der Qualität der Tageszeitungen in Deutschland. Da bin ich ja mal gespannt wie ein Flitzebogen …




