Tag: marketing

marketingblog-stöckchen.

Heide hat mich getroffen … :-) Und endlich komme ich mal dazu, das Stöckchen in meinem Blögchen aufzuklauben und nach bestem Wissen und Gewissen zu besprechen, bevor ich’s weiterwerfe. Wobei Weitwurf bei den Bundesjugendspielen nie zu meinen Stärken gehörte, ganz im kläglichen Gegenteil. Aber derlei private Anekdötchen sind jetzt nicht gefragt, jetzt geht’s mal ums Biz. :-)

Here we go:

1. Seit wann gibt es Ihr Blog?

Das hab ich nicht im Kopf. Es war im Winter und es muss länger als ein Jahr her sein, denn sonst würde das Wordpress-Plugin “One year before” in der Sidebar nicht funktionieren. Ich hab nachgeguckt: Seit dem 04. Januar 2007 gibt’s text-deluxe.de hier. Also gute anderthalb Jahre.

2. Was war der Auslöser, um das Blog zu starten?

(Ist die Frage nicht grammatikalisch fragwürdig formuliert? Nun ja, ich zitiere ja nur …) Also, einen Auslöser gibt’s nicht, Inspiration jede Menge. Zum Beispiel die Blogs von Susi, Biggi und Melody, die gehören auf jeden Fall zu den anregenden Quellen der Begehrlichkeit, sowas auch haben zu wollen.

Obwohl ich mit Tagebüchern nicht so viel anfangen kann, mag ich Souvenirs und Gedächtnisanker, die man in den reißenden Fluss des raschen Vergessens werfen kann. Es gibt Dinge, die man erzählen mag, Dinge, die es wert sind, weitererzählt zu werden – Dinge aus dem Leben, Dinge aus der Arbeitswelt, Fundstücke aus dem Internet und dem echten, prallen Leben. Als Werbeschaffende kann man das eh nie ganz trennen, wenn man die Menschen verstehen und erreichen möchte, muss man sich die ganze Welt (also die Lebenswelt jetzt) ganz genau anschauen. Read more »

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freie funktionieren nicht immer.

ich hab’s schonmal gesagt, angestelltenmentalität und freiberuflerdenken sind einfach zweierlei. aber müssen die denn wirklich inkompatibel sein?

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als freiberufler schaltet man nicht mal eben so aus und ab. man ist flexibel, natürlich. aber die existenzsicherung mit allem drum und dran bleibt das dringendste ziel, das man ganz höchstdaselbst erreichen will und muss. ganz logisch: man arbeitet länger, wenn mehr arbeit da ist. was natürlich nicht heißt, dass man unentwegt arbeitet – es gibt solche und solche phasen.

in der firma kann man deligieren, umterminieren, auf seinem feierabend bestehen. auch angestellte arbeit ist anstrengend und verantwortungsvoll, aber eine mehr- oder minderleistung wirkt sich nicht so unmittelbar aus, das gehalt ist eben fix. es läuft und läuft und läuft. auch im urlaub oder bei krankheit. mit weihnachtsgeld obendrauf. und kündigungsschutz.

und man muss nicht neben dem eigentlichen tagwerk noch seine eigene buchhaltung sein, das mahnwesen, die abteilung für öffentlichkeitsarbeit, das art-buying, die telefonzentrale, die beratung, die rechtsabteilung, die strategische zentrale und die putzfrau (letztere outzusourcen ist ein guter plan).

keine der beiden lebensformen ist per se besser. aber was tun, wenn man über die feiertage arbeitet und von angestellten freunden nicht nur nicht verstanden wird?

“warum hat sie denn nicht auch frei?”
“sie muss doch mal ne auszeit nehmen.”
“sie muss mehr unternehmen.”
“und sie muss sich um freunde kümmern.”
(all das sind natürlich keine offen ausgesprochenen fragen, sondern nur mitschwingende verwunderungen.) Read more »

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man lernt nie aus. ein manifest.

ich geb’s zu, bisher kannte ich eher das blue train manifesto (was war das noch gleich? aber ich glaube, ich erkenne eins, wenn ich eins sehe, immerhin) und in der form war mir das cluetrain manifest gänzlich neu. ebenso in seiner originalfassung. aber das, was es so sagt und fordert, propagiere ich auch, zum beispiel auf meiner homepage.

unter anderem geht es um die kommunikation von mensch zu mensch – das hat weitere konsequenzen für gute werbetexte, als man spontan meinen könnte.

Diese Märkte sind Gespräche. Ihre Mitglieder kommunizieren in einer Sprache, die natürlich, offen, ehrlich, direkt, witzig und häufig schockierend ist. Ob Erklärung, Beschwerde, Spaß oder Ernst, die Stimme des Menschen ist unverkennbar echt. Sie kann nicht gefälscht werden.

Im Gegensatz dazu wissen die meisten Firmen nur mit einer gekünstelten, humorlosen und monotonen Stimme von ihren Marketing-Broschüren und “Ihr Anruf ist uns wichtig” Sprüchen zu erzählen. Der selbe alte Klang, die selben alten Lügen. Kein Wunder, dass die vernetzten Märkte keinen Respekt vor Firmen haben, die unfähig oder unwillig sind so zu sprechen wie sie.

da kann man noch konsequenter sein, als ich es derzeit bin, aber ich bin auf einem guten weg, glaub ich.

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