Tag: marke

ich wohne schon.

Trends wirbt offensichtlich mit dem Claim “Sofort Wohnen”. Der erschließt sich mir irgendwie nicht so ganz und wirkt wie ein etwas ungeschickter und auch orthografisch fragwürdiger Versuch, auf Ikeas “Wohnst du noch oder lebst du schon?” und auf “Roll’s raus!” (das dürfte von Roller sein?) zu antworten.

Ich für meinen Teil wohne jedenfalls schon Zeit meines Lebens. Und obwohl Wohnen für viele Menschen nicht selbstverständlich ist, bleibt es ein für die Zielgruppe des Möbelmarktes bestimmt nicht so wahnsinnig überzeugendes Heilsversprechen.

Markenführung, anyone? :-)

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freie funktionieren nicht immer.

ich hab’s schonmal gesagt, angestelltenmentalität und freiberuflerdenken sind einfach zweierlei. aber müssen die denn wirklich inkompatibel sein?

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als freiberufler schaltet man nicht mal eben so aus und ab. man ist flexibel, natürlich. aber die existenzsicherung mit allem drum und dran bleibt das dringendste ziel, das man ganz höchstdaselbst erreichen will und muss. ganz logisch: man arbeitet länger, wenn mehr arbeit da ist. was natürlich nicht heißt, dass man unentwegt arbeitet – es gibt solche und solche phasen.

in der firma kann man deligieren, umterminieren, auf seinem feierabend bestehen. auch angestellte arbeit ist anstrengend und verantwortungsvoll, aber eine mehr- oder minderleistung wirkt sich nicht so unmittelbar aus, das gehalt ist eben fix. es läuft und läuft und läuft. auch im urlaub oder bei krankheit. mit weihnachtsgeld obendrauf. und kündigungsschutz.

und man muss nicht neben dem eigentlichen tagwerk noch seine eigene buchhaltung sein, das mahnwesen, die abteilung für öffentlichkeitsarbeit, das art-buying, die telefonzentrale, die beratung, die rechtsabteilung, die strategische zentrale und die putzfrau (letztere outzusourcen ist ein guter plan).

keine der beiden lebensformen ist per se besser. aber was tun, wenn man über die feiertage arbeitet und von angestellten freunden nicht nur nicht verstanden wird?

“warum hat sie denn nicht auch frei?”
“sie muss doch mal ne auszeit nehmen.”
“sie muss mehr unternehmen.”
“und sie muss sich um freunde kümmern.”
(all das sind natürlich keine offen ausgesprochenen fragen, sondern nur mitschwingende verwunderungen.) Read more »

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wundersame pastawerbung.

“stellen sie sich vor, es gibt eine marke, an die sie ein leben lang glaubt.”
dazu trollt sich ein kleines mädchen durchs bild. so inszeniert, um zahnpasta zu verkaufen.

und ich wundere mich. ist das eine unglückliche übersetzung?
dem potenziellen kunden zu suggerieren, es sei kaum vorstellbar, dass das mädchen ein leben lang einer marke glaubt, scheint mir wenig werbewirksam. warum sollte man das aufs tapet bringen?

natürlich, marken- und konsumwelten stellen heute eine art ersatzreligion dar – aber warum soll man das in einer zahnpastawerbung explizit machen? es ist doch eher ein zweifelhaftes vergnügen, an marken zu glauben – zumindest an stelle anderer dinge – auch wenn sie orientierung bieten …

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