Hier in den Kommentaren ging sie los, die interessante Diskussion um das Seelenleben der Kreativen.
Im Fokus steht die Frage, ob besonders kreative Menschen (wie wir :-)) besonders sensibel, ängstlich, verletztlich seien – und dass das wiederum mit dem kräftig herrschenden Preisdumping im Kreativ-Segment im Zusammenhang stehen könnte.

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Zu dieser Korrelation hat Vroni jetzt bei brand eins eine empirische Untersuchung gefunden, die ein wenig Licht wirft auf die Verbindungen zwischen Mimöschendasein, cerebralem Funktionieren, Ideen- und monetärem Reichtum.
Sind sehr empfängliche Sinne etwas anderes als eine vulnerable Seele? Das stand im Raum.
Vronis Kommentar und die Studie verdienen einen eigenen Beitrag, find ich – und voilà, da samma :
“Mir ist da noch was aus brand eins unterlaufen, das ich der Gemeinde nicht vorenthalten will. sieht so aus, dass für alles empfängliche Sinne rasch zu einem “zerfaserten Nervenkostüm” führen. Und ein zerfasertes Nervenkostüm führt durchaus zu schlechten Selbstwertwertgefühlen und Vulnerabilität. Für mich sind die Zusammenhänge evident.”
Das hier meint der brand-eins-Artikel von Wolf Lotter über die Studie der “amerikanischen Neurowissenschaftlerin und Psychologin Shelly Carson von der Harvard University, die sich seit vielen Jahren aufopfernd und erfolgreich dem Phänomen besonders kreativer Menschen widmet” – ein Auszug:
“Carson ließ nun den Versuchspersonen über Kopfhörer einen Text vorlesen, in dem gelegentlich absurde Begriffe auftauchten, Fantasiewörter. Die sollten die Testpersonen nun zählen. Das wurde den Probanden auch so mitgeteilt. [...]
Die erste Testgruppe registrierte die Störung praktisch nicht. Sie zählten, wie es ihnen geheißen wurde, die falschen Begriffe wie Erbsen, und auch ihr Gesichtsausdruck änderte sich kaum, wenn Störgeräusche auftraten. Sie erwiesen sich als perfekt geschlossene Systeme, Menschen, wie geschaffen für Fließbänder, Buchhaltungstabellen und zur Formularbearbeitung.
Die Mitglieder von Gruppe zwei hingegen versagten. Schon einige Störungen genügten, um sie völlig aus dem Konzept zu bringen. Die wenigen unter ihnen, die mit aufgefasertem Nervenkostüm den Test zu Ende führen konnten, wiesen eine exorbitante Fehlerquote auf.



