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ablenkungen vom web.

Ja, ich war schon verdammt inaktiv in der letzten Zeit, zumindest im Netz. Aber der Frühling war so schön und das Leben so prall, da kann man sich schon mal gern ablenken lassen.

Zum Beispiel vom Ausräumen des großmütterlichen Großhauses inklusive Führen des Kleinlasters.

Oder von Arbeitsurlauben mit Rundumlernerfolg im Wendland:

kurioses vom golfplatz.

Januar ist keine Golfsaison, obwohl ich ja in diesem Jahr sogar schon gespielt hab. Was mich am Sport nicht so sonderlich interessiert, ist das Zugucken beim Golfspiel anderer, auch wenn Schwünge und Leistungen bei den Pros auf den großen Turnieren durchaus sehenswert sind.

Was ich aber gern sehe, das sind die kleinen und großen Zwischen- und Glücksfälle. Dazu ein kleines Video, gefunden bei Golfisch.de, wiederum gefunden bei Mrs. Writingwoman im neu angelegten Twitter-Literaturverzeichnis. :-)

[youtube]http://de.youtube.com/watch?v=U_CXFzdbH2Y[/youtube]

querfeldein zu loriots ehren.

Der Rechthaber hat Recht: Er ist grandios und er hat Geburtstag, am 12. November wird Loriot 85 Jahre alt. Das heutige Querfeldeingolfturnier stand damit ganz im Zeichen von Nudeln, Saugblasern, Atomkraftwerken im Selbstbauset, Bettenkäufen, Herren an der Rennbahn, Steinläusen und original verkorkten Föhringer Vogelspinnen, etwas pelzig im Abgang. Ein toller Tag mit schönen Spielen und netten Menschen in meinem Flight, ohne Regen oder Eiseskälte, dafür mit leckeren Muscheln. Allerdings für mich ohne zu gewinnen gewesende Martinsgans.

Aber dafür mit original abgefüllten Requisiten Marke Eigenbau, entstanden in Teamarbeit von Vater und Schwester.

Herr Müller-Lüdenscheid und Herr Dr. Klöbener

loriots sofa

steinlaus die erste

steinlaus, die zweite

früher war golf einfacher.

Eigentlich ist Golf ein prima Sport. Und ein toller Sport für Deutsche. Denn es gibt unzählige Regeln, die alle Situationen klären, denen man in den Weiten des Platzes so begegnen kann – von Hunden, die den Ball zufällig ins Loch apportieren über seitliches, frontales oder zeitweiliges Wasser, bewegliche oder unbewegliche Hemmnisse, lose hinderliche Naturstoffe oder zur Abholung bereitgestelltem Grasschnitt. Manchmal kann man straflose Erleichterung in Anspruch nehmen (zum Beispiel bei „Boden in Ausbesserung“), ab und an zieht man sich auch mal den einen oder anderen Strafschlag zu. (Zum jeweils aktuellen Regelwerk gibt’s übrigens dann immer noch die „Decisions“ des Royal & Ancient Golf Club of St Andrews, das sind an dieser höchsten Stelle getroffene Einzelfallentscheidungen mit allgemeiner Gültigkeit.)

18 hole - bliss
Creative Commons License photo credit: oddsock

Und eigentlich weiß man, wenn man vom Platz ins Clubhaus kommt, wie viele Schläge man auf der Runde so gebraucht hat. Möchte man meinen. Aber: Weit gefehlt!

Da gibt es erstmal das Handicap, das die Spielstärke angibt* und die Spielmodi Zählspiel und Stableford. Dann gibt es das Course-Rating, das den Schwierigkeitsgrad des Platzes angibt, den Slope-Wert. Doch damit nicht genug. Bei einem Turnier spielt man nicht das, was man spielt, da muss man erstmal abwarten, was die anderen Teilnehmer gespielt haben und was der Computer ausspuckt. Denn der CSA-Wert setzt die eigene Leistung nochmal erst in Relation zu den Gesamtergebnissen.

Genug reguliert? Nö. :-) Weiterlesen

zack, drin, prost!

Es ist gar nicht so lang her, da hat mir jemand eine Versicherung angeboten. Die springt in dem Fall ein, dass man bei einem Golfturnier ein Hole in One spielt – ein wirklich unwahrscheinlicher Fall. Und so hab ich dankend und auch lachend abgelehnt. Ja, hätte ich mal nicht …

Heute schlag ich beim Wempe-Turnier also so mirnichtsdirnichts an Loch A8 (Par 3) mit einem Eisen 6 ab und bücke mich, um mein süßes kleines pinkes Holztee aufzuklauben, da sagt einer meiner sehr netten Mitspieler: „Der ist drin.“ Und ich sage so: „Ach du scheiße.“ Meine Mutter, meine Partnerin beim als Vierer ausgeschriebenen Turnier, guckte ein bisschen irritiert. Oder vielleicht eher sparsam. ;-) Denn das Teilnehmerfeld war hier 120 Spieler stark.

Hole-in-one bei Wikipedia:

Ein Hole-in-one gelingt sehr selten und so ein „Glückstreffer“ wird entsprechend beachtet und gefeiert. Laut Golfmagazin Golf Digest ist die Chance eines Amateur-Golfers ein Ass zu erzielen 1:12.750.[1] Zahlen des Deutschen Golf Verbandes weisen in eine ähnliche Richtung: Im Jahr 2007 wurden in Wettspielen, die dem DGV gemeldet wurden, insgesamt 473 Hole-in-ones in etwa 4,8 Millionen gespielten Par 3 Löchern erzielt. Die daraus zu errechnende Wahrscheinlichkeit beträgt gerundet 1:10.150.

In Amateurturnieren ist es üblich, alle Mitspieler auf einen Drink einzuladen. Zur Begleichung der entstehenden Kosten werden spezielle „Hole-in-one-Versicherungen“ angeboten. Diese Versicherungen sind allerdings recht teuer und bieten sich nur für Spieler an, die ein einstelliges Handicap spielen.

Bei Freizeitrunden ohne Turniercharakter ist es dagegen in Schottland Sitte, die nächste Runde in derselben Besetzung in einem Schottenrock zu spielen.

Das mit dem Schottenrock hätte ich auch nett gefunden. :-)

Zemanta Pixie

etikette beim golf.

Mein Hautarzt hat heute meinem Vater eine mehr oder weniger nette kleine Anekdote erzählt. Dazu muss ich kurz erklären, dass über die Etikette beim Golf viel geschmunzelt wird, diese Einrichtung aber höchst sinnvoll ist, um eine allseits feine und faire Runde Golf genießen zu können. Da geht es um Höflichkeit, Sicherheit, Ästhetik und Respekt. Jedenfalls spielte der Dermatologe meines Vertrauens letztens ein Golfturnier und musste seine Mitspieler an den ersten Löchern immer wieder um Selbstverständlichkeiten bitten: Dass man bitte während des Abschlags nicht plaudert, dass man beim Putten ein bisschen Abstand hält, um aus dem Blickfeld des Puttenden zu verschwinden und so weiter. Absolute Routinesachen. Komisch war die Reaktion der offensichtlichen Neu-Golfer: Nach einigen Löchern haben sie ihn dann gefragt: „Haben Sie heute schlechte Laune?“

Also ich fand’s urkomisch … ;-) Weniger komisch fand ich meine eigenen Erfahrungen mit eher nicht so ehrenhaften Mitspielern. Bei einem Jaguar-Turnier zum Beispiel spielte eine Mitspielerin versehentlich meinen Ball weiter, sie und die weiteren beiden Damen im Flight (äh, in der Spielergruppe) hätten da gern mal auf die zwei Strafschläge verzichtet und sie unter den Teppich gekehrt. Finde ich persönlich ziemlich daneben, wenn es bei so einem Turnier immerhin um Reisen und teure Uhren und sowas geht … Ich hab korrekt gezählt, der Stimmung im Flight hat’s nicht so wirklich gut getan.

Golf Babes
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Zemanta Pixie