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eine nacht in dortmund: tina testet das all seasons hotel.

Ich bin sehr gern Texterin. Aber ein Job, der mir auch gefallen könnte, ist Hoteltesterin. Ich liebe es, im Hotel zu nächtigen. Nicht in jedem Hotel, ein wenig Komfort sollte es schon bieten … Jedenfalls hab ich gern zugesagt, als ich gebeten wurde, mein kritisches kleines Haupt mal testweise im all seasons Hotel in Dortmund zu betten. (Und ruhig auch zu bloggen, wenn mir was nicht gefällt, das war die Hauptvoraussetzung.)

Das all seasons Hotel kannte ich noch nicht, kein Wunder, ist ja auch ziemlich neu. Und ziemlich versteckt liegt das Low budget Designhotel noch dazu, dafür aber verkehrsgünstig – nämlich an der Kreuzung Autobahnauffahrt von A40 und B235.

Der Empfang war herzlich, der Mitarbeiter überaus kommunikativ, ich glaube, nicht nur weil ihm ein wissendes Lächeln übers Gesicht huschte, als ich mich anmeldete. Er erzählte gleich ein bisschen was über Geschichte und Konzept des Hauses: Als Accor all seasons in Frankreich gegründet, machen sich die Kette fürs günstige Designhotel jetzt auch in Deutschland breit, mit ersten Häusern in Hamburg und … tadaaa, seit Herbst 2009 auch in Dortmund. :-)

Da, wo seit 1939 erst Munition und dann Maschinen gefertigt wurden, nächtigen jetzt jede Menge Menschen. Und das nicht schlecht, wie die Bilder zeigen. Low budget Designhotel, das klingt erstmal nach nem schwarzen Schimmel. Doch die Architekten haben einige Rafinesse eingebracht, um auf kleiner Fläche recht viel fürs Auge zu bieten: Die Zimmer sind allesamt ebenerdig in die Halle eingebaut, um zwei Innenhöfe herum, wo man sich heute als Raucher zur Pause unter dem Heizpilz tummeln kann.

Mein Zimmer ist ein kleines, aber ein feines. Die Einrichtung ist funktional und durchaus ansehnlich, das kann als Designhotel durchgehen, immerhin finden sich da maßgeschneiderte Möbelchen, eine Collage aus dreierlei Fußböden und sogar ein komfortables Bett mit raffinierter Unterbodenbeleuchtung. Da hab ich’s mir gleich mal gemütlich gemacht. Aber ich hatte ja noch was vor und so hab ich erstmal ausgiebig die Dusche getestet. Die funktionierte auch prima.

Nach Dusche und Abendtoilette ging’s weiter ins Zwischenfall, gar nicht weit vom Hotel weg in Bochum-Langendreer, wo die talentierten Jungs von Cryptic Lane zu Recht den zweiten Platz beim Emergenza Festival holten und damit die Qualifikation für die nächste Runde.

Zurück im Zimmer, hab ich mich da wieder hübsch eingekuschelt, ein bisschen durchs Fernsehen gezappt, durch eine ziemlich krude Senderauswahl allerdings (da fehlten wichtige Sender wie RTL ;-) das hab ich natürlich am nächsten Tag mal gemeldet). und schließlich richtig gut geschlafen. Am nächsten Morgen war ich ein bisschen verschwollen, vielleicht hab ich da doch eine Allergie gegen Hotelbetten oder Hausstaub?

Das Frühstück im all seasons Hotel wurde mir schon von der agilen Aushilfsservicekraft am Abend empfohlen worden und es war wirklich gut. Kein überbordender Luxus im Low budget Designhotel, aber mit allen, was man so braucht. Brötchen, Croissants, Obst, Cerealien, ziemlich viel Käse und Aufschnitt, leckerer Saft, gekochte Eier und so weiter …

Och ja, ich hätte da noch eine Nacht bleiben können – aber ich hab dann um 12 Uhr ausgecheckt und mich auf den Heimweg begegen, ist ja wahrlich nicht weit nach Lütgendortmund gewesen …

Ich hab sie emsig gesucht, die Makel und Mängel, aber nicht viel gefunden. Da waren unschöne Flecken im Vorhang, das Zimmer war nicht gerade groß, der Ausblick nicht allzu pittoresk und im Badezimmer hatte der Heizkörper einen Anschluss ans Stromnetz, das ist nicht gerade nachhaltig. Dagegen hat die Klimaanlage im Zimmer allerdings sogar ne Fernbedienung und auch einen Ökomodus. :-)

onlinebotschafter.com

sasha bei lanz.

Gestern Abend hab ich glücklicherweise nicht früh geschlafen und hab mich gefreut, dann des Nachtens zufällig einen alten Bekannten zu treffen, der unter anderem von früher aus wilden Tagen in Soest und Dortmund erzählt. Noch schöner, dass man Sashas Plaudereien aus dem Leben auch in der ZDF Mediathek finden kann: FireShot capture #189 - 'ZDFmediathek _ Beitrag _ Video _ 909978 _ Sasha-–-vom-Teenie-Idol-zum-Musiker--' - www_zdf_de_ZDFmediathek_beitrag_video_909978_Sasha [320x200]

Unter anderem plaudert Herr Schmitz auch aus der bunten Musiker-WG-Zeit mit Junkfood, von denen mir erst letztens ein Restbestand Sticker wieder in die Hände gefallen sind. Weil ich wusste, dass die Memorabilia sicher gleich wieder irgendwo in der Versenkung meiner Souvenir-Archive (bei einem Großteil der Dinge da frag ich mich schon jetzt immer, woran zum Donnerdrummel sie mich denn nochmal erinnern sollten) verschwinden, hab ich gleich mal einen der Aufkleber auf den Scanner gelegt.

Ich hab daraus ja immer einen Hund gelesen und den Mund für die Nase gehalten. Hey, ist das eine crazy Typographie oder nicht?

junkfood-logo-web

Übrigens wird am Ende der lanzschen Sendung auch noch sehr sehens- und hörenswert musiziert, mit dem talentierten Herrn Lanz am Piano und Sasha mit immer wieder schönen Parodien wie zu Zeiten von Hin und Hair Schmitz.

phoenix und friska viljor im neuen fzw in dortmund.

Phoenix FZW iPhone 017

Großartig war’s am Donnerstag. Neuer (bzw. umgezogener) Club ganz in der Nähe, mit Phoenix und Friska Viljor zwei tolle Bands aus Frankreich und Schweden auf einen Streich, dazu Besuch aus Finnland, günstige Getränke, genug Platz vorn und ein ganzer Abend voller Lieblingsmusik und Discodancing.

Was will man mehr? Amüsant waren auch die großen Ballons in der Halle, zum 10. Geburtstag von Eldoradio lanciert, und dass im Foyer der große neue Hit „Ich studier auf Magister“ lief.

Nicht ganz so toll war, dass Morrissey zur selben Zeit in Düsseldorf spielte und ich mit ihm auch gleich Elsbe und Mizzie verpasst hab … :-( Dafür hatte dann Susi am nächsten Abend die Ehre (wie war’s, wie war’s?). Immerhin hatten wir auch einen Morrissey-Haarschnitt auf der Bühne, passenderweise aus Oslo stammend:

Phoenix FZW (58)

Noch vor meinem ersten Mal Friska Viljor live flog mir ein Mädchen ohnmächtig in die Arme, hätte gar nicht gedacht, dass Ohnmacht so schwer macht … Aber nach einigen Minuten Sekunden kam dann doch auch mal wer von der Security, um sie mir abzunehmen.

Friska Viljor FZW (14)


Am Ende posierte dann eine Besucherin mit Doherty-Hütchen ganz fotogen zwischen FZW und U.

Phoenix FZW (98)


Nach dem Klick kommt noch mehr Fotomaterial vom Abend, mit dem todernsten Deck, einigen bunten Ballons („where the hell did that come from?“), einem wie üblich ein bisschen on stage rumliegenden Thomas Mars, einigen Passivleuchtinstallationen à la Phoenix, die doch tatsächlich mehr oder weniger die ganze neue Platte durchspielten, die ich jetzt schon gut kannte, aber das ist ja eigentlich was, was ich nicht so sehr mag … vor allem die Konzeptsongs Love like Sunset, Teil 1 bis 3, sind ja doch eher langatmig-experimentell, zum Glück ging es dann aber doch noch mal ab nach dem Verschnaufpäuschen. :-)

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land unter, trockengelegt.

Während am Samstag in Gelsenkirchen (5 l/qm) schon gefeiert wurde, wurde in Dortmund und Umgebung (203 l/qm) noch das Wasser im Keller mit Flitsche, Besen und Nasssaugern vor die Tür verwiesen. Durchschnittliche Regenmenge für den gesamten Monat Juli sind übrigens 80 l/qm. Es war ein feucht-fröhliches Happening, mal mit einigen Nachbarn in Flip-Flops und Gummistiefeln zusammenzuarbeiten.

Water & Light
Creative Commons License photo credit: amoktrauma23532

Zemanta Pixie

eagles of death metal.

Jesse

Image via Wikipedia

Was bin ich froh, dass ich mich gestern dann doch gegen die Beachparty im Golfclub und für Rock’n’Roll entschieden hab! ;-)

Die Show der Eagles of Death Metal in der Dortmunder Live Station – im Rahmen einer Visions Party – war grandios. :-) Trotz Kreislauf und Magen und Rücken. ;-) Das war sooooo Rock’n’Roll, damit ist eigentlich jeder Beschreibung genüge getan. Der Sänger ist so lustig, nett, abstoßend und anziehend zugleich, dem Phänomen musste ich nach dem Area4 nochmal auf den Grund gehen.

Das war übrigens kein Death Metal, wie man kurzsichtig meinen könnte, da kommt der Sinn für Humor der Mannen durch …

Hier ist mein Lieblingssong von denen, nett, dass man den anhören und downloaden kann – auch wenn diese Version von „I only want you“ jetzt nicht so richtig rockt …

Ich schau mal, ob ich hier noch ne Hörprobe einfügen kann – kann man Videos eigentlich einfach so auf den Server schubsen und dann drauf verlinken? Wahrscheinlich nicht, hm? Also doch wieder Youtube … Weiterlesen

ein buchstöckchen.

Na gut, wenn Susi ein Stöckchen von Antje rüberwirft, ist Fangen doch Ehrensache. :-) Auch wenn dieses Stöckchen, wie Biggi schon sagte, spätestens auf den zweiten Blick dann doch eher ein dröges, gedörrtes ist …

Aber schauen wir mal:

– Nimm das erste Buch in deiner Nähe (das mindestens 123 Seiten hat)
– Öffne das Buch auf Seite 123. Finde den fünften Satz
– Poste die nächsten drei Sätze
– Wirf dein Stöckchen auf fünf weitere Blogger.

Direkt am Platz stehen auch hier nur Wörterbücher, das nächstliegende Buch im Regal auf Augenhöhe ist „Der Natur auf der Spur“, ein Werk aus meiner Kinderwissensbüchersammlung fürs Kindermarketing (mein Mandat ist leider weg, das Projekt wird in einer neuen Agentur ausschließlich inhouse gelöst – dabei war Pido ein tolles Projekt, das ich von Anfang an begleitet hab, über zwei Agenturen und vier Projektleiter hinweg). Aber jetzt zum Buch. Es hat keine Seitenzahlen, nur Geschichtennummern, das sollte auch gehen:

*“Bald zeigen sich vor dem Tupfer durch Kalkabsonderungen des Schneckenkörpers gebildete Zuwachsringe (Pfeil). Aus zahlreichen Drüsen ihres Fußes scheidet die Schnecke einen Schleim aus, in dem sie regelrecht dahinschwimmt. Selbst eine scharfe Rasierklinge kann ihr auf Grund der guten Schmierung nichts anhaben.“

Äh ja. Es ist also ein Büchlein für Besserwisserkinder. Weiterlesen