Schlagwort-Archive: artikel

interview mit exoten.

teppichpython an tina

teppichpython an tina

Das gibt’s nicht jeden Tag: Ich nenne einen Interviewtermin mit freundlichen Teppichpythons und 70-kg-PythonsBoa-Constrictoren, mit Cobra, Skorpionen, Vogelspinnen und Leguan eine gelungene Abwechslung. Gut, die Kaimane waren im Winterlager, aber irgendwas is ja immer.

Wie hieß diese Schönheit denn noch gleich?

Wie hieß diese Schönheit denn noch gleich?

Gelernt hab ich auch was: Zum Beispiel, dass Kornnattern Kindergartenschlangen für Anfänger sind und die wunderschönen grünen Schlangen empfindlichste Exemplare für Experten, die bei 20 °C einfach vom Baum kippen würden (wie hießen die noch?). Mir dagegen war so umgeben von all den Exoten bei geschätzten 30 °C dann doch ziemlich warm …

Schlangen fühlen sich übrigens sehr cool an, wie ein einziger großer warmer Muskel. Um den Hals rum brauche ich die aber eher nicht täglich. :-)

Von wegen, Castrop-Rauxel sei unexotisch.

the working customer.

Es gibt so Beiträge, die öffnen einem die Augen. Dank eines Tipps aus den Reihen der ehrlichen Gebrauchsgrafiker hab ich grad einen solchen gelesen: „Vom König zum Knecht“ von Markus Rohwetter in der Online-Zeit.

Unternehmen scheuchen ihre Kunden, lassen sie viele Sachen selbst machen und vermitteln das als Benefit. Das fängt beim Selfservice-Kaffee bei Starbucks an, geht übers Online-Banking bis hin zur Billy-Bastelei im heimischen Wohnzimmer.

Und dann noch die Post. »Mein Paket? Hol ich, wann ich will«, bewirbt sie ihre neuen Packstationen. Abholen? Wer von uns ist hier eigentlich der Postbote? Werdet ihr nicht dafür bezahlt, dass ihr mir mein Paket bringt ?

Express Self Service

Selbstservice - CC grabbingsand

Selbstbedienung ist positiv belegt und für mich hat es auch was von Flexibilität, mein Auto lieber selbst zu betanken als auf einen Tankwart zu warten. In einer Servicewüste ist das Motto „ich mach’s mir selbst“ vielleicht ja kein schlechtes. Aber wenn man da mal genauer hinschaut, ist man schon überrascht. „Lebst du noch oder wohnst du schon?“, das kann man sich da schon mal fragen:

Weiterlesen

mehr mühe.

Ich hab überlegt, ich müsste mir mal mehr Mühe geben. Warum nicht mein buntes Zweitleben als seriöse Musikjournalistin mal ein bisschen anschieben, hm? Aber mit so Kurz-ab-mal-eben-hingepfuscht-Rezensionen wie zum Area 4 wird das nix.

Ich glaube, ich werde mich beizeiten mal hinsetzen und das nacharbeiten.

perfect stranger
Creative Commons License photo credit: mezone

Und verbleibe derweil mit den Worten meines (nicht nur) journalistischen Idols:

„Am suddenly hard-headed journalist …
ruthlessly committed to promoting justice and liberty.
Nothing can distract me from my dedication …
to the pursuit of truth.
Well, almost nothing.

Right. I’ll just pop to the shop for some ciggies.“

Ach ja, meine Karriere vor Gericht wartet ja auch noch …

medienmama susi – homestory & businessreport in einem.

Susi ist Mama. Sogar Mama, Mama und nochmal Mama. Susi ist aber auch Texterin. Werbetexterin. Und Spezialistin für Finanzkommunikation. Und für Unternehmenskommunikation. Und sie ist auch: CIRO.

Und weil Susi noch mehr kann, hilft sie nebenbei noch der Kommune, der Branche und der Wirtschaft. Durch Ehrenämter im Gemeinderat, die Gründung des fulminanten Texternetzwerks Texttreff und neben exzellenten Investor-Relations-Leistungen auch noch durch den höchstpersönlichen und inspirierenden Konsum mehr oder minder schnell drehender Konsumgüter – gut, das iPhone dreht eher nicht so rasch, nehm ich an ;-) – uuuund durch die Beschäftigung leistungsbereiter, aber noch ganz so etablierter und dafür umso dankbarerer Subtexterinnen.

Wer das alles im O-Ton nachlesen will und auch wissen, wie das alles so geht, dem sei dieses erfrischende Interview bei Mütter in Medienberufen empfohlen.

Ich persönlich finde besonders inspirierend, Susi dabei zuzusehen, wie sie „einfach macht“. Beherzt, mutig, leidenschaftlich und unprätentiös. Cool! :-)

eierlegende wollmilchsau google.

Biggi hat mich dran erinnert, dass ich diesen großartigen Artikel von Carola Heine noch verlinken wollte, weil er viele für mich neue Tipps, Tricks und Kniffe enthält. Jedenfalls wusste ich bisher nicht wirklich was davon, dass man per einfacher Eingabe ins Google-Suchfeld zum Beispiel

  • eine Währungsumrechnung
  • das Fed Ex- oder UPS-Tracking
  • Zugverbindungen
  • einen Flugstatus
  • Call-by-Call-Vorwahlen
  • Gesichter(!) oder
  • Definitionen

finden kann. Lesenswert und hier notizgebloggt. Danke, Carola!

Google Lego 50th Anniversary Inspiration
Creative Commons License photo credit: manfrys

was macht eigentlich mein erster chef? fragt der stern.

so ein netter zufallsfund bei stern online, google hatte mir den link auf die startseite geliefert, da musste ich natürlich gleich nachschauen.

immerhin war es olaf kracht, der mir den ersten job als texterin gab, damals in mülheim. mit einem probeartikel für das ltu-magazin hab ich ihn ergattert, ums downhill-radfahren ging’s. in der agentur gab’s überhaupt nette jobs. und nette menschen. sogar der nette typ, den ich immer in kowi-vorlesungen gesehen hatte, lief mir da über den weg. :-)

dem stern-artikel kann ich nur zustimmen, olaf war ein schlauer, netter und höflicher chef. gerufen hatte mich ingo, der da nach seiner zeit in großgroßagenturen als designer arbeitete. wie so oft im leben, hat sich alles gewandelt. olaf konzentrierte sich auf den anderen part seiner arbeit, den multimedialen und filmischen und so kamen neue chefs, ein neues klima. und irgendwann sind wir gegangen …
ach ja, damals. :-) war schön, mal wieder was über olaf zu lesen.

hausgemachte ungleichheiten. oder: mein reden.

Die Zeit hat in eine ähnliche Richtung geschaut wie meine Abschlussarbeit, allerdings vom Standpunkt der Partnerwahl aus, find ich sehr spannend.

Als Erstes gibt sie ihr Alter ein: 31 Jahre. Dann ihre Größe: 1,70 Meter. Ihr Gewicht: 63 Kilogramm. Ihre Hobbys: Wein trinken, Tanzen, Tennis. Zum Schluss ihren Beruf: Apothekerin. Sie stellt ein Foto ins Netz und drückt die Returntaste. Sie ist jetzt angemeldet bei einer der größten Kontaktbörsen im Internet. Es ist der 1. April, draußen ist es nass und trüb. Auf dem Monitor sieht sie bunte Bilder von Männern, die eine Frau suchen. Der da zum Beispiel: Sieht doch ganz nett aus. Was macht der beruflich? Werkzeugmacher. Ein Mausklick, und er ist weg. Und der? Hat es auch nicht aufs Gymnasium geschafft. Klick, weg. Der? Schreibt nicht, welchen Beruf er hat, weg. Weg. Weg. Weg. Sie klickt sich durch die Fotos, bis sie auf einen höheren Angestellten mit Abitur stößt. Schon besser. Sein Gesicht gefällt ihr, er ist 33 Jahre alt, sie schreibt ihm eine E-Mail.
Weiterlesen