die das leben schreibt

kunden aus der hölle – das original.

Nicht vorenthalten möchte ich allen geplagten Freelancern das Original zu den Kunden aus der Hölle:

Clients From Hell

Kostpröbchen gefällig?

Client: “Can you click the picture?”

Me: “No. What do you want it to do? Enlarge?”

Client: “No, I just want to click it.”

Me: “But when you click it, what do you want to happen?”

Client: “I just want to be able to click it.”

oder

Me: “So what’s your budget?”

Client: “Well we are well known amongst all the Russian billionaires so there is great potential for you to get your name out there by doing this project for free. Also I am a direct descendant of Genghis Khan.”

Danke an Melody für den Tipp via Texttreff!

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been too busy lately?

The strategies for dealing with being “so busy” are pretty basic:
1) Be less busy. If being busy really prevents you from doing something you want, stop being so busy. It’s not that complicated.
2) Stop complaining and enjoy it. Personally, I like busy. I had fun visiting the islands last week, but islands can be sleepy little places. In Fiji I sat by the pool for an hour, but then I got bored and went back to working on my projects.

It sounds intriguingly simple but it’s not that easy, being the right kind of (and level of) busy, my dear Art of Non-Conformity!

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all you need is … a song.

Das meinen sowohl das charmante Starbucks Love Project, das für jeden Beitrag zur Beatles-Collage Geld für AIDS-Medikamente spendet, als auch Josh Wilson, der wartende Newark-Passagiere mit “Hey Jude” bei Laune hält.

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wir sind kulturhauptstadt. ey.

Da musste mich erst eine Hannoveranerin im geschätzten Texter-Netzwerk Texttreff drauf stoßen, auf diesen schönen Artikel zur Ruhrgebietskultur von Frank Goosen, seines Zeichens nicht nur Herr des Liegen-Lernens, sondern auch Bochumer. Kleine Leseprobe zu den Kleinoden entlang der “Seidenstraße” des Reviers, der Route der Industriekultur, gefällig?

Egal, wie Sie hier unterwegs sind, die gängigen Sehenswürdigkeiten sollten Sie sich nicht entgehen lassen. Wir können voller Überzeugung sagen, dass Sie so etwas woanders so nicht geboten kriegen. Sie wissen nicht, was imposant umbauter Raum ist, wenn Sie die Bochumer Jahrhunderthalle nicht gesehen haben. Planen Sie getrost einen ganzen Tag für das Gelände von Zeche und Kokerei Zollverein ein, das von der Fläche her manchen Kleinstaat locker in die Tasche steckt. Besuchen Sie das neu eröffnete Ruhrmuseum dortselbst. Lassen Sie die Jugendstil-Zeche (kein Witz!) Zollern in Dortmund nicht aus, und stellen Sie sich auf den verbliebenen Hochofen der Hattinger Henrichshütte, wo ich mich selbst manchmal staunend umschaue und denke: Kär, wat ham wir früher malocht!

Und wenn Sie jetzt sagen: Das sind doch alles Klischees, dann sage ich: Jawoll! Es geht darum, als Einheimischer ein entspanntes Verhältnis zu diesen Klischees zu entwickeln.

Jawoll! Es geht in Frank Goosens Stimmungsbild aber im Gros weniger um architektonische Highlights, sondern vor allem um den Menschenschlag, der hier zuhause ist. Zwischen Fusek und Veltins, zwischen Bude und Lachspüree, Schrebergarten und Jahrhunderthalle, den alltagskulturellen Hinterlassenschaften der Unter-Tage-Malocher, wie es mein Opa einer war (der sich im wahrsten Sinne “hoch”arbeitete) und Jugendstil-Zeche. (Wodka Wick-blau war mir allerdings auch neu.)

Hier geht’s weiter zum ganzen prallen Zeit-Artikel. Dazu noch eine Lieblingspassage, den Kontext möge man bitte selbst erlesen:

Ist es nicht viel peinlicher, sich selbst immer noch zu Blasmusik auf den Arsch und auf die Schuhe zu hauen, obwohl man auch seit hundert Jahren keine Kuh mehr auf die Alm getrieben hat?

;-)

Update: Da seh ich gerade, dass meine Bochumer Reviernachbarin alias wortfeiler auch drüber schreibt – über den ersten Artikel der ADAC Motorwelt, den ich je gelesen hab:

Die ADAC Motorwelt widmet uns, dem Revier der Ideen, so etwa 10 Seiten und bereits der Titel sagt, wo der Frosch die Locken hat, wir sind nämlich Europas heimliche Hauptstadt. Schnell lerne ich, dass nur Paris und London mehr Einwohner als wir haben und wir mit 5,3 Millionen Einwohnern der drittgrößte Ballungsraum in Europa sind.

Viele Menschen, wenig Platz und Städte, die ineinander übergehen, das ist halt der Ruhrpott, aber eben auch, dass Claus Peymann bereits in den 80ern sagte, wir seien das New York Europas.

Ha! Es ist aber schon wirklich merkwürdig, dass man ziemlich oft gefragt wird, warum man nicht wegzieht von hier. New York Europas, das sagt doch alles …

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eddie vedder knirscht.

Was man im Wartezimmer nicht so alles erfährt.

eddie vedder knirscht kleiner

Aufgemacht war der Artikel übrigens mit Dieter Bohlen, dessen Freundin Carina wohl auch knirscht.

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2009 – a year in food.

Warum ich manchmal mein Essen fotografiere, weiß ich auch nicht. Aber es taugt zum Rückblick, find ich. :-)

Und dabei war nicht alles immer lecker …

food (76)

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eine nacht in dortmund: tina testet das all seasons hotel.

Ich bin sehr gern Texterin. Aber ein Job, der mir auch gefallen könnte, ist Hoteltesterin. Ich liebe es, im Hotel zu nächtigen. Nicht in jedem Hotel, ein wenig Komfort sollte es schon bieten … Jedenfalls hab ich gern zugesagt, als ich gebeten wurde, mein kritisches kleines Haupt mal testweise im all seasons Hotel in Dortmund zu betten. (Und ruhig auch zu bloggen, wenn mir was nicht gefällt, das war die Hauptvoraussetzung.)

Das all seasons Hotel kannte ich noch nicht, kein Wunder, ist ja auch ziemlich neu. Und ziemlich versteckt liegt das Low budget Designhotel noch dazu, dafür aber verkehrsgünstig – nämlich an der Kreuzung Autobahnauffahrt von A40 und B235.

Der Empfang war herzlich, der Mitarbeiter überaus kommunikativ, ich glaube, nicht nur weil ihm ein wissendes Lächeln übers Gesicht huschte, als ich mich anmeldete. Er erzählte gleich ein bisschen was über Geschichte und Konzept des Hauses: Als Accor all seasons in Frankreich gegründet, machen sich die Kette fürs günstige Designhotel jetzt auch in Deutschland breit, mit ersten Häusern in Hamburg und … tadaaa, seit Herbst 2009 auch in Dortmund. :-)

Da, wo seit 1939 erst Munition und dann Maschinen gefertigt wurden, nächtigen jetzt jede Menge Menschen. Und das nicht schlecht, wie die Bilder zeigen. Low budget Designhotel, das klingt erstmal nach nem schwarzen Schimmel. Doch die Architekten haben einige Rafinesse eingebracht, um auf kleiner Fläche recht viel fürs Auge zu bieten: Die Zimmer sind allesamt ebenerdig in die Halle eingebaut, um zwei Innenhöfe herum, wo man sich heute als Raucher zur Pause unter dem Heizpilz tummeln kann.

Mein Zimmer ist ein kleines, aber ein feines. Die Einrichtung ist funktional und durchaus ansehnlich, das kann als Designhotel durchgehen, immerhin finden sich da maßgeschneiderte Möbelchen, eine Collage aus dreierlei Fußböden und sogar ein komfortables Bett mit raffinierter Unterbodenbeleuchtung. Da hab ich’s mir gleich mal gemütlich gemacht. Aber ich hatte ja noch was vor und so hab ich erstmal ausgiebig die Dusche getestet. Die funktionierte auch prima.

Nach Dusche und Abendtoilette ging’s weiter ins Zwischenfall, gar nicht weit vom Hotel weg in Bochum-Langendreer, wo die talentierten Jungs von Cryptic Lane zu Recht den zweiten Platz beim Emergenza Festival holten und damit die Qualifikation für die nächste Runde.

Zurück im Zimmer, hab ich mich da wieder hübsch eingekuschelt, ein bisschen durchs Fernsehen gezappt, durch eine ziemlich krude Senderauswahl allerdings (da fehlten wichtige Sender wie RTL ;-) das hab ich natürlich am nächsten Tag mal gemeldet). und schließlich richtig gut geschlafen. Am nächsten Morgen war ich ein bisschen verschwollen, vielleicht hab ich da doch eine Allergie gegen Hotelbetten oder Hausstaub?

Das Frühstück im all seasons Hotel wurde mir schon von der agilen Aushilfsservicekraft am Abend empfohlen worden und es war wirklich gut. Kein überbordender Luxus im Low budget Designhotel, aber mit allen, was man so braucht. Brötchen, Croissants, Obst, Cerealien, ziemlich viel Käse und Aufschnitt, leckerer Saft, gekochte Eier und so weiter …

Och ja, ich hätte da noch eine Nacht bleiben können – aber ich hab dann um 12 Uhr ausgecheckt und mich auf den Heimweg begegen, ist ja wahrlich nicht weit nach Lütgendortmund gewesen …

Ich hab sie emsig gesucht, die Makel und Mängel, aber nicht viel gefunden. Da waren unschöne Flecken im Vorhang, das Zimmer war nicht gerade groß, der Ausblick nicht allzu pittoresk und im Badezimmer hatte der Heizkörper einen Anschluss ans Stromnetz, das ist nicht gerade nachhaltig. Dagegen hat die Klimaanlage im Zimmer allerdings sogar ne Fernbedienung und auch einen Ökomodus. :-)

onlinebotschafter.com

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lobo, schirrmacher und die welt in kompakt.

Eigentlich wollte ich ja noch was bloggen zu Frank Schirrmachers Spiegel-Seufzer „Mein Kopf kommt nicht mehr mit” über die Anforderungen der neuen hyperinteraktiven Medien an Geist und Aufmerksamkeitsleistung und über Sascha Lobos Gegenrede „Die bedrohte Elite”.

Da komm ich aber nicht zu. Weil ich viel Arbeit in Sir Lobos Ex-Job als Werbetexter hab. Und weil ich dabei immer wieder abgelenkt werde durch Türklingeln, Telefonläuten, E-Mail-Benachrichtigungen, SMS-Signaltönen, dem Läuten des Twitterclients und den Myriaden von Verlockungen in Internet, Netzwerken und auf Facebook. Wer neugierig ist, verliert. Zumindest an Zeit und Energie, letztlich auch an Zufriedenheit oder sogar an Selbstbewusstsein. „Bin ich echt so undiszipliniert oder einfach nur so neugierig?”

Sascha Lobo, der in seiner Spiegel-Gegenrede zwar viel Wahres sagt, dabei aber den Kern von Schirrmachers Beitrag ziemlich offensichtlich gar nicht trifft, sondern höchstens tangiert (Simmel anzuführen ist toll, aber noch nicht alles ;-)), bietet ja praktischerweise auch gleich ein ganzes, tolles Buch voller Ablässe für Ablenkungsopfer an: Dinge geregelt kriegen – ohne einen Funken Selbstdisziplin. Aber was wollte ich denn noch gleich sagen? Ach ja, dass ich da eigentlich gar nichts zu schreiben brauche, weil der Spot von Welt kompakt es schön empathisch darstellt, das wilde Leben zwischen Spielfreude und Frustration, zwischen Aufgeschlossenheit und Ausgelaugtsein, zwischen Boheme und Multimediaterror, zwischen Early Adopter und dem Letzten, den die Hunde beißen.

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