Mir geht’s ähnlich wie Britta. (Und, wie ich grad entdeckt hab, auch wie Jana.) Es wurde viel gearbeitet, ein bisschen was getwittert, aber wenig gebloggt in letzter Zeit. War keine böse Absicht.
Dabei hab ich schon was erlebt und bin auch mal rausgekommen, jawoll. Beim ersten auswärtigen Termin hab ich nicht nur super lecker Sushi gehabt, sondern mir auch gleich mal eine lecker Erkältung eingefangen (ja sicher ist das auch ein wichtiges Thema!). Bis Mittwoch nur Röcheln, dann legte da irgendwer noch nen Aal ein Schnüpfchen drauf. (Hat mein Schwesterherz mal erklärt, dass für eine Erklärung Unterkühlung oder Durchzug allein einfach nicht ausreicht, man braucht immer auch erstmal die passenden Keime.)
Und dann war ich beim Regiotreff meines Lieblingsnetzwerks, das war prima. Dank der aromatischen griechischen Küche hab ich sogar was geschmeckt. Aber was danach kam, war eine Begegnung der anderen Art.
An der Tankstelle kurz zum One-stop-Shopping angehalten und dann zum Tresen marschiert, bekam ich da ein kleines großes Drama mit. Da war ein Herr mit weißem Bart, der den weiblichen Teil des Personals befragte:
“Wo ist denn die Flasche hin, die hier stand?”
“Die hat er wohl weggeräumt …”
“Wie?! Weggeräumt?”
“Ja, er wusste doch nicht …”
“Aber ich hab die Flasche doch extra da rausgeholt und hier hingestellt! Oh nein!!! Oh nein!!! Jetzt war alles umsonst!!!”
Verwunderte Blicke, Panik im Gesicht des Herrn, der sich fortwährend mit einem Tüchlein die Hände säubert:
“Jetzt kann ich das alles vergessen, ich kann jetzt nichts mehr anfassen! Entschuldigung, wenn ich jetzt wirr rede, aber mein Gehirn funktioniert jetzt grad nicht mehr richtig. Alles war umsonst!!! Ich hab doch gesagt, dass ich die Flasche holen würde …”
Ich war müde, aber ich war auch neugierig und hätte gern “irgendwie geholfen”. Jedenfalls erfuhr ich so schnell, dass den Herr eine schlimme Störung quälte; er erzählte mir sofort und ausgiebig von seinem Leben, seinem beruflichen Werdegang und dass alles mit jeder Menge Händewaschen anfing.
Das erinnerte mich daran, dass, soweit ich weiß und so pervers und paradox das auch wirken mag, so eine Störung auch immer irgendwelche Funktionen erfüllt.
Und da hat mich gewundert, dass es kein Problem für ihn war, Kleingeld in der Hand zu halten. Es hatte also nicht nur was mit Bakterien zu tun. Das perfide Regelwerk eines solchen Problems ist auch noch inkonsistent. Man kann doch froh sein, von einigen Sachen verschont zu sein.




Sah der Herr aus wie Jack Nicholson in “Besser geht’s nicht”? :-)
Nee, eher wie ein Wattführer aus Juist. Aber von der attitude her, doch, da war eine Ähnlichkeit! Nur hätte Herr Nicholson wahrscheinlich eher nicht jedem seine Geschichte erzählt. Großer Film! :-)
du hast wirklich Monk getroffen? der mit jack nicholson war auch gut. ein dj der auch schreiben kann. mag ich.
Wäre es Monk gewesen, dann hätte ich aber über Sierra Springs Water geschrieben, was anderes trinkt der doch nicht.
Und ich glaub auch nicht, dass das eine obsessive compulsive disorder war, das war vielleicht doch was anderes … Aber was weiß ich. Hatte Psychologie ja nur im Nebenfach. ;-)
Ich hoffe, es lag nicht am griechischen Essen? An uns?
Hast Du nicht gefragt: Sind Sie der Mörder? :-))))))))))))))))
Nee, an euch lag’s sicher nicht – höchstens, dass es insgesamt ein denkwürdiger Tag war. :-)
Ich hab ihn nicht gefragt, aber dran gedacht – die Mörderfrage hätte ihn mit absoluter Sicherheit den Rest gegeben …