neues notdurft-gesetz in den usa.

Susa sagt auf derstandard.at:

Max Goldt hat einem Serienkiller die Bezeichnung für dieses Ding vor Jahren in einer Kolumne so in den Mund gelegt: “Das Ding im Supermarkt würde ich Kunde/Ware-Zuordnungshölzchen nennen…”. (Wenn ich mich recht erinnere). Wie durchaus häufig bei Herrn Goldt, setzte sich der Satz fort in einem wirren Zusammenhang mit dem davor besprochenen Thema, dass man nämlich als Eigentümer einer Toilette einem Mitbürger auf dessen Bitte das Verrichten seiner Notdurft auf ebendiesem Klo nicht verwehren dürfe… Der entsprechende Satz endete also charmant mit den Worten “… und außerdem möchte ich bitte bei Ihnen kacken.”

Ja, daran erinnere ich mich auch. Lesungen von Max Goldt sind nicht nur überaus sehens- und hörenswert, sondern auch ungemein inspirierend und lehrreich. Ich gehe also auch davon aus, dass es hierzulande zu den unverwehrbaren Bürgerrechten gehört, aufs Klo zu dürfen, wenn man muss.

In den USA (oder zumindest um Seattle rum?) gibt es ab Juli ein Gesetz, das “restroom access law”, dass es Menschen mit schriftlich vorzulegender medizinischer Indikation erlaubt, sich in Geschäften Zugang zum stillen Örtchen zu verschaffen. Und Mike McCready, Gitarrist von Pearl Jam, hat mitgeholfen, das durchzubringen – hier im Interview dazu. Eine sinnvolle Sache, wenn man als Erkrankter schnell eine Toilette aufsuchen muss und vielleicht ohne die Sicherheit gar nicht mehr das Haus verlassen mag. Ich muss auch immer nur, wenn da grad nix ist … ;-)

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Comments

  1. wortfeilchen sagt:

    Schlimm, dass dazu ein Gesetz erlassen werden musste – andererseits, wenn man bedenkt, wie so manche Toilette verlassen wird …

  2. tina sagt:

    Ja, das denke ich mir auch – beides. :-) Aber wenn man bedenkt, dass man laut Interview dann auch mal nur 5 oder 10 Sekunden Zeit hat zum Aufsuchen des Örtchens … Puh, da würd ich dem Verkäufer auch lieber ein Kärtchen ins Gesicht halten statt lang zu diskutieren. Aber ob das dann so funktioniert? Mitarbeitertoiletten liegen ja wahrscheinlich nicht selten in den Sozialräumen, bei Privatsachen und Aktenordnern. Aber da kann ja wer mitgehen. Die Zivilisation treibt nicht nur schöne, einfache Blüten … ;-)

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