männer mögen’s jünger und dümmer.

LiebespaarErnüchterung bei mir (weil ich dachte, ein paar mehr Männer würden dann doch schon eine Partnerschaft auf Augenhöhe schätzen) und Krise auch am Partnermarkt:

Laut jüngster Schell-Jugendstudie wünschen sich 80 Prozent der jungen Frauen Kinder und Karriere, doch nur 40 Prozent der jungen Männer zögen eine gleichberechtigte Partnerschaft in Erwägung.

Offenbar haben Männer schon längst junge, unstudierte, attraktive Mäuschen geehelicht, bevor Frau von Welt ausgelernt und ein bisschen was Qualifiziertes gearbeitet hat. Schwer vermittelbar, das klingt schon fast nach minderbemittelt – obwohl das Gegenteil der Fall ist:

Bei Männern sind Frauen über Mitte 30 jedoch immer weniger gefragt. Männer heiraten im Durchschnitt mit 32. Bis eine Frau die Uni absolviert und im Beruf Fuß gefasst, sind die für sie passenden Männer längst unter der Haube. Die meisten Paare haben sich bereits gefunden. Übrig bleiben die schwer Vermittelbaren: Männliche Hartz-IV-Empfänger und berufstätige Akademikerinnen. [...]

Die Einsamkeit der Super-Frauen könnte ein Ende finden – wenn sie sich auf Männer einließen, die ihnen statusmäßig unterlegen sind. Die Wirtschafts-Managerin und der Hartz-IV-Empfänger.

Männer sind da viel weniger anspruchsvoll und geradezu “problemos”:

Erfolgreiche Männer tun sich problemlos mit Frauen zusammen, die ihnen sowohl alters- als oft auch bildungsmäßig unterlegen sind. Viele Studien ergaben: Die wenigsten Männer können sich vorstellen, mit einer Frau zusammen zu sein, die ihnen intellektuell überlegen ist.

Dass ich im zitierten Text zwei Fehlerchen korrigiert hab, macht mich wohl ebenso weniger attraktiv als hätte ich ein akademisch-zickiges [sic!] dahinter gesetzt … ;-)

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Comments

  1. aristokitten sagt:

    Och…ich bin da ja wirklich anspruchslos. Meinetwegen kann er ruhig Hartz 4 kriegen, das trifft ja die Besten heutzutage. Hauptsache er kocht für mich, riecht gut, hat Manieren und kann halbwegs 3 Sätze am Stück sprechen.

    Also wirklich. Das muss doch zu machen sein.

  2. tina sagt:

    Will marry for food?! ;-))

  3. knut sagt:

    ok, hier mal die andere seite:
    junge unstudierte, attraktive dummchen sind natürlich sehr viel leichter zu “haben”. das weiß ich selbst…
    aber ich setze dann meinen schwerpunkt doch eher auf einen gewissen bildungsgrad und anspruch. nur wenn es da nicht funktioniert, was bleibt denn da?
    und damit zum nächsten punkt:
    wenn man familie haben will, dann wird es ab mitte 30 langsam problematisch. ich weiß es geht heutzutage meist noch, aber es wird mit jedem jahr risikoreicher. und darauf achtet man dann im hinterkopf auch oft und orientiert sich doch eher an etwas jüngeren frauen.
    daß studium und beruf zu diesen umständen gewaltig mit hereinspielen bleibt außer frage…

  4. tina sagt:

    Ein schlimmes Dilemma, ja ja.
    Gut, dass ich noch nicht Mitte 30 bin. ;-)

    Wie übersichtlich isses doch beim Pferdekauf, Zähne gut, alles gut.

  5. Julia sagt:

    Ich les immer nur “heiraten” – wer wird denn gleich zum Äußersten schreiten? Und wo hat Professor Karl Grammer seine Daten her? Von Online-Partnersuchplattformen? Sind die repräsentativ? Hartz IV wäre für mich übrigens auch kein Ausschlusskriterium.

    Dass Leute beim Verlieben tatsächlich schon an Kinder denken, finde ich sehr, sehr erstaunlich (ich glaube, dass es das gibt, aber erstaunlich ist es trotzdem). Ich würde ja mit meinem Liebsten erstmal ein bisschen Zeit allein verbringen wollen. Um Hartz-IV-Anträge auszufüllen und so.

  6. Julia sagt:

    … und das hier:

    “Die wenigsten Männer können sich vorstellen, mit einer Frau zusammen zu sein, die ihnen intellektuell überlegen ist.”

    sagt vielleicht mehr über das begrenzte Vorstellungsvermögen der befragten Männder aus als über die Intelligenz ihrer Frauen. Aber was weiß ich schon.

  7. knut sagt:

    den von julia aufgegriffenen punkt finde ich auch ziemlich fragwürdig.

    aber ob es ein schlimmes dilemman ist, daß ist ja je nach individuum unterschiedlich. der punkt mit dem kindeswunsch, sofern man ihn hat, ist aber nunmal leider ziemlich logisch und kaum von der hand zu weisen.

  8. tina sagt:

    Ideal ist es natürlich schon, sich vor einer Familiengründung – so man sie denn möchte und dazu noch mit dem Partner at hand – ein bisschen zu kennen und auch ein bisschen Zeit zu zweit zu haben. Aber was funktioniert schon ideal?

    Eine richtig schlaue Frau stellt sich einfach zur richtigen Zeit doof, hm? :-) Über Faust diskutieren oder Anträge gemeinsam ausfüllen, ob auf Hartz IV oder auf Kindergeld, das kann man dann immer noch …

  9. wortfeilchen sagt:

    Tja, dann kann ich mich eigentlich erschießen, denn 39, Akademikerin, aufmüpfig und selbstständig dazu – nur gut, dass ich weder Versorger, Ernährer, Ehemann oder Vater suche.

    … ich ahnte es ja immer, Männer haben so viele Mankos und Defizite und Probleme … Ausschussware eigentlich!

  10. Mario sagt:

    Hallo zusammen! Mir ist nicht so ganz klar, auf welche Untersuchung oder Studie hier Bezug genommen wird. Mir liegen gerade die Ergebnisse eines relativ aktuellen Forschungsprojekts vor, die etwas ganz anderes auszusagen scheinen. Zumindest rangieren Intelligenz und geistige Fähigkeiten bei der von Männern beschriebenen Traumfrau mit 48 % an der Spitze des Feldes. Mit 46 % folgt die Gefühlswärme und auf Platz drei mit 37 % die Attraktivität. Die körperliche Schönheit folgt weit abgeschlagen mit 19 % auf Platz 10. Meines Erachtens greift die hier geführte Diskussion daher doch etwas zu kurz.
    Vielleicht gibt der Forschungsbericht (ich bin noch lange nicht durch) hierzu ja noch Hinweise.
    Volz / Zulehner, “Männer in Bewegung – 10 Jahre Männerentwicklung in Deutschland”, Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Forschungsreihe Band 6, Nomos-Verlag Baden-Baden, Stand: März 2009

    Bezugsstelle: Publikationsversand der Bundesregierung
    E-Mail: publikationen@bundesregierung.de
    http://www.bmfsfj.de

  11. tina sagt:

    Na das ist doch bestens, welche gute Nachicht! Danke fürs Überbringen. Aber da fragt man sich schon, warum die Ergebnisse so divergieren … Wo man doch – falls denn dann geschönt – von einem Partnervermittlungsunternehmen eher andere Forschungsergebnisse erwarten würde, deren Folgerungen animieren ja nicht unbedingt zur Partnersuche per Web für Akademikerinnen. ;-)

    Ich hab’s nicht weiter erforscht, aber vielleicht spielt da auch das Umfragedesign eine große Rolle? Bei einem Interview wird sicher kaum ein Mann gern darüber berichten, dass er sich für eine Lebenspartnerin viel junge dralle Weiblichkeit und eher wenig Intellekt wünscht …

  12. Klaus Waffenschmitt sagt:

    Das wird nicht funktionieren: Hartz IV Bezieher und Erfolgsfrau. Denn sobald die beiden sich in einer Einheit zusammenfinden, bilden sie eine Bedarfsgemeinschschaft: http://www.kinder-armut.de/hartz-4-iv-alg-2-sgb-ii/bedarfsgemeinschaft.html Und dann: der Mann bekommt kein Hartz IV mehr, Sie muss Ihn unterhalten! :-)

  13. tina sagt:

    Och, dann hält sie ihn halt aus – wenn sie ihn denn will … ;-) Aber gebildete Frauen bekommen ja oft auch nicht so viel, wie sie verdienen.

  14. Manfred sagt:

    Klaus, Du bist lustig: GENAU DESWEGEN würden diese beiden, ALG-II-Empfänger und Erfolgsfrau, doch zusammenfinden!

    Das Problem ist nur: Wo finde ich (Hartz IV, Schriftsteller, Politiker) eine solche Frau? Der Kampf gegen das faschistoide Hartz-IV-Gesetz im Allgemeinen, gegen die faschistische ARGE im Besonderen und überhaupt gegen die allgegenwärtige Ignoranz der Menschen gegenüber der Vernichtung unserer Zivilisation laugt mich völlig aus. Eine Lichtlein der Liebe entzünden zu können, wäre mir wirklich wichtig

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