luxus-hamsterkäufe bei abgeordneten.

PIXELIO.de, Joujou

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Montblanc, anyone?

115 Parlamentarier bestellten 396 Produkte der Edelmarke Montblanc im Gesamtwert von 68 800 Euro – bezahlt aus Steuergeldern. Allein von August bis Oktober seien 216 Schreibgeräte ausgeteilt worden, so die Bundestagsverwaltung.

Da wollten offensichtlich auch die Abgewählten noch “was mitnehmen”. Im Artikel der Süddeutschen Zeitung heißt es, jeder Abgeordnete könne über ein Sachleistungskonto jährlich bis zu 12.000 Euro für Büro- und EDV-Kosten abrechnen – laut Bund der Steuerzahler allerdings eigentlich nicht zusätzlich zur steuerfreien Kostenpauschale von 3.868 Euro.

Da frage sich noch wer, woher die Politikverdrossenheit denn nur kommen mag … Ich bin immer für die angemessene Vergütung verantwortungsvoller Angaben, aber Regierungs- und Oppositionsarbeit wäre für mich vor allem eine ehrenvolle Aufgabe, eine Vertretung von Bürgerinteressen. Da ein ordentliches Salair und viele Vergünstigungen den Job aber in meinen Augen schon attraktiv genug machen, finde ich eine persönliche Bereicherung darüber hinaus einfach nur Pfui.

Da macht es natürlich auch nachdenklich, warum es immer wieder zu solchen Meldungen (ich erinner mich da an “Bevor ich ins Parlament gekommen bin, habe ich richtig gearbeitet”, die irgendwie ungewählten “Rulers” bei Herrn Maier oder an die Wochenendurlaubsgeldeinstreicherundblaumacher in Straßburg, die ja auch nur 14.727 Euro monatlich bekommen – oh, das Video dazu hat jemand entfernen lassen, sowas, aber hier gibt’s ein weiteres Band der echt sehenswerten Reportage von RTL Explosiv) kommt.

Ist es da ganz gleich, wen man wählt, ist die menschliche Natur einfach quer durch die Bank so schwach?

Wer auch immer die schönen Schreibgeräte unterm Weihnachtsbaum wiederfinden mag, ich hoffe, der weiß, dass die nicht vom Weihnachtsmann kommen …

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