Ein Weilchen ist es schon her, unser Minireiselein in die Hauptstadt. Dabei kommt’s mir vor wie gestern, dass meine Schwester vor dem Motel One rumstand …
Lecker lecker waren die überaus günstigen Tapasplatten, carnivor und vegetarisch, die es da um die Ecke gab. Das iPhone vermag Kulinarisches im Halbdunkel allerdings nicht so ganz angemessen darzustellen:
Am Samstag ging’s für die Schwester und mich dann in die Wuhlheide zum Pearl-Jam-Konzert, unterdessen beschaute Frau Mama das Jüdische Museum näher. Da gibt’s sogar koschere Gummibärchen:
Währenddessen füllte sich die Sowiesokindlbühne im Park der Wuhlheide. Zum zweiten Mal waren wir jetzt schon hier, diesmal strahlte das Wetter mit uns. Wenn man nur nicht immer so ewig lang warten müsste auf das Konzert selber …
Die Show verdient vielleicht doch mal eine separate Berichterstattung, also springen wir direkt zu unserer kleinen Aftershowparty mit Stacy aus Philly (ja, East Coast rult vielleicht doch …) und Kieran aus Neuseeland/Berlin, der mich erstmal eine gefühlte Ewigkeit lang glauben ließ, er spreche nur Englisch. Eine wirklich tolle Begegnung, die die Wartezeit fein verkürzt hat. Swantje hatte Geburtstag und wir düsten gemeinsam an den Spreestrand hinter dem Mäuerchen. Da hat’s bei mir doch einige Momente gedauert, dass das Mauerwerk da gegenüber des Ostbahnhofs die Mauer ist …
Am Sonntag war’s heiß, da haben wir uns das Städtchen mal spreeseitig angeguckt, schön tourimäßig. Meiner Schwester gefiel’s auch. Obwohl Berlin ja nu nicht unbedingt unsere erklärte Lieblingsstadt ist. Geholfen haben in jedem Fall die Zeit auf dem Boot und auch nette kleine Läden wie der von Konplott in der Nähe der Hackeschen Höfe.
Neben einer neuen Duldungssympathie hab ich in Berlin auch einen neuen potenziellen Lieblingssport für mich entdeckt: Das Sportwarten.
Der Kollege Alex hat sich auf fast jedes Foto gemogelt:
Klar, auch das Regierungsschlösschen konnte man da bekieken.
Warum eine Pressekonferenz gleich so ein dickes Gebäude braucht, erschließt sich mir nicht so wirklich.
Die Waschmaschine find ich ganz hübsch. Da war dann noch eine kleine Brücke, da läuft die Angie rüber, wenn sie zum Heli muss. Konnten wir aber nicht beobachten. Dafür stimmte Herr Vedder in der Wuhlheide ein bisschen “Angie” an …
Bei einem früheren Berlinbesuch, da wollte ich Nada Surf sehen, kam ich mal per Choo-choo-Zug an. Da waren die mitreisende Oberfranzösin Magalie und ich aber deftig überrascht, als wir uns da die Hacken abgesucht haben nach einer U-Bahn-Anbindung – es gab und gibt schlicht keine! Dagegen hatte ich die Nähe zur Spree seinerzeit aber gar nicht wahrgenommen, diesmal war sie nicht zu übersehen, zumal vom Boot aus.
Goldelse, Waschmaschine, schwangere Auster – alles abgefrühstückt!
Die Schwester, mal wieder on a boat.
Bode-Museum, das so aussieht wie die Oper.
Hier kommt Alex mal wieder …
Und das Sportwarten (am Wasser, ne prima Idee!) setzt sich immer weiter durch.
Och ja.
Ne weitere geografische Überraschung bot sich mir hier: Wusste ich echt nicht, dass Reichstag und Brandenburger Tor so direkt um die Ecke liegen, echt nicht! Dabei hab ich doch schon mal ne Party gefeiert im Reichstag, in der Kantine unten links, mit den Natural Born Golfers damals.
Auf der Fanmeile zu den grad stattfindenden Leichtathletik-Weltmeisterschaften gab’s isotonische Nahrung.
Und die deutschen Insignien: Flagge, Regierungsgebäude und Verbotsschild. Meine Schwester ist not amused. Schert aber mal wieder keenen.
Trotzdem konnte ich sie daraufhin dazu bewegen, für ein Bild doch mal bitte ne Arabesque zu bieten:
Dat Törchen darf auch nicht fehlen …
… dabei ist so ein Ausschnitt schon das schönste, denn irgendne dahergelaufene Bank und von der anderen Seite noch irgendwer haben doch tatsächlich Baugenehmigungen dafür bekommen, sich in das deutsche Denkmal reinzubauen! Das ist echt mal ein Skandal, find ich. Was ist denn da noch Tor, was Anbau?
Niemals hätte ich gedacht, man würde mich mal auf der Fanmeile zur Sport-WM finden, aber nu war’s passiert …
Und dann haben wir an der Friedrichstraße noch ein höchst windiges Mittagessen nicht so wirklich genossen, denn meiner Schwester fehlten nicht nur die Granatapfelkerne im Salat (die kamen ein Stündchen später nach), der Wind kippte auch noch ihr Radler auf den Teller. Nich so lecker. Und statt gekauften 6 Garnelen hatte ich 4, die anderen kamen dann mit den Granatäpfelchen nach, als der Salat schon weg war. Nu ja.



























Ohhh, ich liebe solche Bildergeschichten.
Also das iPhönchen ist ja wohl in Sachen Foodfotografie eher der Looser. Ziemlich eklige Farbgebung..
Ich find deine Schwester ja nett, aber bisschen mehr Tina wäre auch schön. :-)
Und das Wurstfoto musste unbedingt dem Mario von der http://www.wurstakademie.at schenken. Der freut sich. Ist auch ein ganz Netter und seine Wurstakademie fast so gut wie die Pommeswelt. ;-)))
Freu mich auf Teil 2.
Danke dir. Solche Bildergeschichten les ich immer gern bei Bossy http://www.iambossy.com, die sind noch viel toller … ;-)
Mario hat Wurstbudenpost bekommen – und aus London gibt’s auch Bilder mit mir drauf, wenn auch nur ein paar.
Ich hoffe, ich komm noch in diesem Jahr zu Teil 2, die Lage am häuslichen Arbeitsmarkt ist grad so unübersichtlich. ;-) Aber doch, das kommt. Ich freu mich auch immer über Gucklochgeschichten, auch wenn sie Illusionen zerstören, wie mit der Cote d’Azur geschehen … ;-)
Und das Phönchen, ja, das hat da ne Schwäche. Mein Papa kriegt jetzt das ganz Neue, mal testen, ob das ein bisschen mehr kann. Aber nen Blitz hat’s ja auch nicht und es war echt schummerig-dunkel da beim Spananier.
Aber Tina, die anderen Fotos, die sind mit der Kamera, oder ist das etwa alles phönchen? nee, oder? Nicht, dass ich auch noch phönchen kaufen muss…
iambossy ist in der Tat cool. Aber wer hat schon so viel Zeit, einzelne Bilder auch noch zu bearbeiten und zu beschriften. Ich bin da sehr zufrieden mit textdeluxebildern. :-)
Die anderen Bilder sind von einer kleinen Ixus gemacht, deren Zoom seit einem Weilchen klemmt – ich überlege gerade eine Nachfolgeanschaffung.
Also für die Kamera allein braucht man das Phönchen bestimmt nicht. Aber ich kann ja mal das neue Modell dann testen und die Ergebnisse gegenüberstellen.
Ja, da haste Recht, Bossy macht das schon ziemlich semiprofessionell. Ich frag mich auch immer, ob die da Makros benutzt oder alles individuell photoshoppt. Das Bildereinbinden ist schon noch immer das Sperrigste am Bloggen, ich weiß auch nie, ob Flickr oder der Upload auf den eigenen Server schlauer ist.
Danke, also verkneife ich mir auch demnächst große Beschriftungen und damit ne dicke Bloghemmung. :-)
Hey, da habt Ihr ja bei mir um die Ecke genächtigt, wenn ich das richtig interpretiere. Schöne Fotos! Allerdings sieht das Bodemuseum nicht aus wie die Oper, jedenfalls nicht wie die Unter den Linden. Ejal. Komm mich mal besuchen nächstes Mal – villeicht zur Sportwartprüfung?
Prinzenstraße war das, wo wir nächtigten. Nettes Hotelchen, das junge Team hatte allerdings nicht so ganz alles im Griff (falsches Zimmer, Essensbestellung vergessen). Ist das bei dir um die Ecke?! Ich hab an dich gedacht und mich gefragt, wo du da wohl steckst … An diesen knapp zwei Tagen wollte ich neben dem Konzert noch die Berlinessa und meine alte Freundin Mia besuchen, hat beides in der Zeitenge nicht geklappt.
Beim nächsten Mal bleib ich ein bisschen länger und melde mich an. :-) Auch die Ina würd ich gern mal treffen, wir kennen uns noch gar nicht persönlich.
Dem Bodemuseum geh ich dann auch nochmal auf den Grund – und ein bisschen gemeinsames Sportwarten (oder gar Blogwarten) wäre mir eine Ehre. Ist nur echt nicht so ganz um die Ecke, dieses Berlin. Aber dafür, dass ich’s vorher so gar nicht mochte, geht’s jetzt immerhin schon …
Hey, das ist ja ein schickes Kleid! :-) Und eine tolle Stadt, das sowieso! Hattest du nicht gesagt, du magst Berlin nicht so gerne?
Oh, und wir haben diesselbe Bootsfahrt gemacht – mit demselben Wetter! :-)
Hey, ihr wart sozusagen nur 300 Meter von unserem Bürole entfernt (9. Bild von oben, da seid ihr wohl aufs Schiff gestiegen?) und habt euch NICHT gemeldet? Ich muss sagen, da ist das Tourinepp-Restaurant mit verspäteten Granatgarnelen nur die gerechte Strafe… Ich hätte euch da ja ganz woandershin geschickt. ;)
@Susi Wollte ich doch noch sagen, dass ich die Stadt nicht mag. Aber wir haben uns ein bisschen angefreundet, beim mittlerweile fünften Besuch. Jetzt halte ich Berlin nur noch für überschätzt, nicht mehr für komplett doof. ;-)
Welches Kleid? Das meiner Schwester? Geb ich weiter. :-) Und das war wirklich Bootsfahrtskaiserwetter!
Ach, liebe Sibylle, so viel Melden hat nicht geklappt, ich müsste einen ganzen Haufen Asche auf meinem Kopf verreiben … Aber warst du denn schon in Recklinghausen, zwischenzeitlich? ;-)
Nee, wir sind da nicht aufs Boot gestiegen, sondern dann an der Friedrichstraße, weil wir für eine lange Bootstour plus 2 Stunden Wartezeit keine Muße hatten. Da in der Nähe dieser Kirche ist euer Büro, nicht weit von der Sportwartestelle? Schon mal nett zu wissen, wo ihr alle alten Berliner so sitzt. :-) Und beim nächsten Mal klappt’s dann auch mit mehr Treffen, hoff ich.
Die Dame in Schwarz ist deine Schwester? Ihr seht euch vielleicht was ähnlich! Ich hatte euch verwechselt … ;-))
Echt?! Wir sehen uns nicht wirklich besonders ähnlich … Und Biggi hatte doch geschrieben:
“Ich find deine Schwester ja nett, aber bisschen mehr Tina wäre auch schön. :-)”
;-))
Ach, ich wollte dich nur ein wenig necken, ich weiß ja, wie das ist, wenn man unterwegs is. Und ja, unser Büro ist ganz in der Nähe dieser “Kirche” (die aber das Märkische Museum ist). Im Museumspark machen wir oft Mittagspause!
Und in RE war ich schon, im Mai, bei den Kulturfestspielen. Aber da hab wiederum ich mich nicht gemeldet, weil ich da ja jemanden beim Zirkus besucht habe und dann war so wenig Zeit für anderes.
Das mit der Sportwartestelle kann ich übrigens aufklären: es muss eigentlich heißen SportBOOTwartestelle. Wegen der Schleuse. Die kleinen warten hinten, die dicken Pötte dürfen gleich reinfahren.
Erst necken, dann auch noch meinen Traum auf den Olympiasieg im Sportwarten zerstören … ;-( Vielleicht hätte meine Geduld da aber eh nicht gereicht, Pfahlsitzen oder so wäre auch nicht meins. Aber ich könnte viellleicht Sportwaten, wenn’s nicht zu kalt ist.
Schöne Lage fürs Büro, Glückwunsch! :-)
haha…brittas blick auf bild 22 vor dem verbotsschild. großartig… ♥
Über Biggis Satz habe ich mich sogar noch gewundert. Also, mit der Riesensonnenbrille auf, seht ihr euch total ähnlich – oder wir sehen uns zu selten! ;-))))
Ich les das ja erst jetzt erst und finde, du hast das Wichtigste verschwiegen: Dass nämlich auf dem letzten Foto unten links Brad Pitt inkognito im Bild ist. Klar dachtest du, ich würde das nicht merken. Aber ich habe es eben doch sofort gesehen!
:))