Ja, ich oute mich, manchmal geht mir was durch. Grad gestern erst wieder – wobei ich dabei eigentlich jahrelang doof war –, sodass ich mir durch geistigen Quark ein Strafmandat eingefangen hab. (Nee, es ging nicht um mangelnde Einparkkünste, wobei es mit dem Schiffchen jetzt deutlich komplexer ist als mit dem Golf, das dicke Heck ordentlich einzunorden.)
Ich hab meinen täglichen Besuch bei der Oma im Krankenhaus gemacht und dazu eine Parkscheibe benutzt. Nach Jahren ohne hab ich dann nämlich mal eine geschenkt bekommen (von meiner Mutter, die dann ohne auch gleich mal ein Knöllchen zahlen musste, sie hatte nämlich doch nicht eine über). Wenn man die jetzt auch noch benutzten könnte …
Die Frage war: Wie stelle ich die Parkzeit richtig ein? Mir war es einfach einleuchtend, dass man als “Ankunftszeit” die voraussichtliche Zeit angibt, zu der man wieder am Auto ankommt. Ja, jetzt weiß ich es auch besser – und sogar noch mehr als das:
Die Zeit wird manuell eingestellt, indem die Scheibe gedreht wird, bis der Strich mit der entsprechenden Angabe unter dem weißen Dreieck (Pfeil) die der tatsächlichen Ankunft folgende halbe Stunde zeigt. Die Einteilung der Skala erlaubt absichtlich nur eine Genauigkeit von halben Stunden.[2] Ein Einstellen auf einen weißen Zwischenraum ist nicht gestattet. Beispiel: Bei Ankunft zwischen 11:00:00 Uhr und 11:29 Uhr und 59 Sekunden muss (nicht kann oder darf) der Pfeil auf der Parkscheibe auf den nächsten Strich, also 11:30 Uhr, eingestellt werden, weil schon um Punkt 11:00 Uhr die nächste halbe Stunde anfängt, die dem Zeitpunkt des Anhaltens folgt.[2] Bei Ankunft zwischen 11:30:00 Uhr und 11:59:59 Uhr ist die Scheibe auf 12:00 Uhr zu drehen.[3]
Wenigstens bin ich nicht allein.
Foto: © Claudia35 / Pixelio.de



LOL.
Das hast du wirklich gedacht?
Ist doch schön, wenn sich was entwickelt: erst Parkuhr anschaffen (oder geben lassen), dann lernen, wie man sie richtig einstellt, und für die Zukunft immer dran denken, dass da noch was war, bevor man das Auto verlässt, um sich dem Shoppen oder was auch immer zu widmen. Aber gut zu wissen, dass die Nadel AUF KEINEN FALL im weißen Raum hängen darf… (Nicht gestattet, uiuiui, bekommt man dann einen Strafzettel dafür??)
Ja, ich hab das wirklich gedacht – und nie hinterfragt. Lehrgeld hilft aber manchmal …
Und jetzt stell ich den Zeiger auch schön brav keinen Deut neben den Strich – weil es eben so verboooten ist.
Hm, vielleicht tröstet es dich, dass eine Freundin von mir (ich SCHWÖRE, dass das keine Umschreibung von “ich selber” ist!) jahrelang überzeugt war, dass man beim Einfahren in einen Kreisel mit dem Blinker anzeigt, wo man den Kreisel wieder verlassen möchte. Also: Ich fahre an der 1. Ausfahrt raus – rechts blinken, 2. Ausfahrt – gar nicht blinken, 3. Ausfahrt – links blinken. (ICH dagegen habe nach 3 Tagen Linksverkehr auf Malta in Deutschland wiederholt den Scheibenwischer betätigt, wenn ich abbiegen wollte – hab aber nie gedacht, das sei richtig …)
*LOL* Links blinken im Kreisverkehr? Wie hat sie das denn deduziert oder aufgeschnappt? Ein echter Brüller is das. Ich saß mal in meinem Polochen auf dem Beifahrersitz, als die mir wohlbekannte Fahrerin mittendrüber fuhr über den Kreisverkehr statt drumherum. War ein flaches Exemplar, aber ich war ganz schnell wieder ganz schön wach.
Und bei Fahrversuchen in den USA hab ich nicht gesehen, dass die Gänge da im dashboard angezeigt wurden, das war kein schöner Blindflug.
Die Scheibenwischernummer kommt mir auch nicht ganz unbekannt vor. ;-)
So sehr unterscheidet sich das Kreisverkehr-Missverständnis eigentlich gar nicht von deinem Parkscheiben-Irrtum: Ihr seid beide davon ausgegangen, dass andere Verkehrsteilnehmer (Parkwächter eingerechnet) sich für eure nahe Zukunft interessieren. Wann kehrt sie wohl zurück? Wo wird sie wohl abfahren wollen.
Folgt beides einer gewissen, wenn auch unpraktischen Logik. ;-)
Das ist ja fast ein bisschen eingebildet, davon auszugehen, dass sich alle für unsere Pläne interessieren. ;-)
ach tina, nun hast du gar nicht berichtet wie niedlich empört du noch die uhr im auto fotografiert hast um zu beweisen, dass du doch ziemlich genau um die eingestellte zeit angekommen bist – das fand ich gut :)
zu kreisverkehren sag ich lieber nichts *räusper*
Danke fürs Ergänzen! Stimmt, das hatte ich irgendwie verdrängt … ;-)
Beweisführung ist eben das A und O – im Verkehr, in der Kommunikation, bei Rechtsangelegenheiten … ;-)
Hihi, ich fahre bei flachen Kreisverkehren und ohne andere Verkehrsteilnehmer in der Nähe auch immer geradeaus und schenke mir das alberne Kurbeln.
Sehr lässig – aber das ruckelt schon ganz schön, oder? In unserem Fall und bei allen Kreisverkehren, die ich so kenne, gibt’s da zumindest ordentliche Bürgersteige.
Hallo Tina,
na, ich glaube, das darf ruhig mal passieren. Parken ist ohnehin ein Sache, die mann oder frau nicht unbedingt immer verstehen muss – zumindest, wenn man sich durch verschiedene Verbotsschilder oder “Parklandschaften” in den Städten quält. Du kannst auch froh sein, dass dir das nicht in Holland passiert ist – dann hättest du mindestens viermal so viel zahlen müssen.
Natürlich ist Parken auch eine Frage der Rücksicht, insbesondere, wenn es um Behindertenparkplätze geht. Oder wenn man auf Fusswegen parkt. Aber eine falsch eingestellt Parkscheibe? Na, ja, da geht es doch oft nur um Einnahmequellen….
LG Sabrina